Haut, Haare und Nägel

Hautkrebsfrüherkennung

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In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 140.000 Menschen an Hautkrebs und schätzungsweise 3.000 sterben daran. Beim Hautkrebs werden hauptsächlich drei verschiedene Arten unterschieden: Die weißen Hautkrebserkrankungen, das Basalzell- und Stachelzellkarzinom, stellen aktuell die häufigste Krebserkrankung dar. Das maligne Melanom, der sogenannte schwarze Hautkrebs, verursacht mindestens 22.000 aller Hautkrebserkrankungen.

Die jährliche Neuerkrankungsrate hat sich seit 1980 etwa versechsfacht. Als Hauptursache gilt ein geändertes Freizeitverhalten mit mehreren Sonnenurlauben im Jahr sowie häufigen Solariumsbesuchen. Die damit einhergehende zunehmende UV-Belastung führt dazu, dass gerade die Generation der heute 35-Jährigen ein hohes Hautkrebsrisiko aufweist.

Vorsorge als GKV-Leistung

Seit dem 1. Juli 2008 haben alle gesetzlich Krankenversicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine qualitätsgesicherte Hautkrebsfrüherkennung. Das Hautkrebsscreening wird als „standardisierte visuelle Ganzkörperuntersuchung“ durchgeführt: Am besten komplett entkleidet, werden alle Körperstellen - vom Scheitel bis zu den Fußsohlen sowie zwischen den Fingern und Zehen - gründlich inspiziert. Die Untersuchung auf Hautkrebs kann beim Facharzt oder bei einem speziell geschulten Hausarzt vorgenommen werden. Bislang haben sich etwa 10.000 der 45.000 Hausärzte für das Hautkrebsscreening qualifiziert. Bis Ende dieses Jahres sollen 60 Prozent der berechtigten Ärzte das zertifizierte achtstündige Fortbildungsprogramm absolviert haben.

Eigene Beobachtungsgabe

Wie für alle Krebsarten gilt auch für den Hautkrebs: Je früher erkannt, desto größer sind die Heilungschancen. Dabei spielt die regelmäßige Selbstuntersuchung und Beobachtung der eigenen Haut eine sehr wichtige Rolle. Verändert sich zum Beispiel ein über Jahre gleich gebliebener Leberfleck oder treten neue Leberflecken auf, sollte man diese dem Hautarzt zeigen. Um einen Leberfleck richtig einzuschätzen, hilft die ABCDE-Regel: A = Asymmetrie (asymmetrische Form, nicht gleichmäßig rund oder oval), B = Begrenzung (ungleichmäßig, unscharf, fließender Wechsel zum Normalgewebe), C = Color beziehungsweise Farbe (ungleich starke Pigmentierung oder Mehrfarbigkeit), D = Durchmesser (schnelles Wachstum, oftmals größer als fünf Millimeter im Durchmesser), E = Erhabenheit (Wachstum knotig in die Höhe oder neu entstanden auf sonst ebenem Grund).

Mehr Informationen unter
www.hautkrebs-screening.de
www.krebshilfe.de

Die Haut vergisst nichts!

Sie muss daher so gut wie möglich geschützt werden.

  • Keine intensiven Sonnenbäder nehmen
  • Niemals ungeschützt in die Sonne gehen! Am besten noch im Haus eincremen
  • Die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr grundsätzlich meiden
  • Auch bei bewölktem Himmel schützen
  • Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen
  • „Sonnenterrassen“ wie Stirn, Nase und Ohrläppchen besonders schützen
  • Großzügig eincremen, das heißt mindestens 25 Milliliter pro Anwendung für den gesamten Körper
  • Nachcremen nicht vergessen - vor allem nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen
  • In der Sonne keine Deos oder Parfüms verwenden - diese können fototoxische und fotochemische Reaktionen auslösen


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