Ratgeber

Neues aus der Forschung 17.01.2012

Wenn die Lunge auf Hochtouren läuft ...

Wer unter Lungenhochdruck leidet, dem bleibt manchmal im wahrsten Sinne des Wortes die Luft weg. An diesem Symptom lässt sich die Krankheit erkennen.

Es zeugt nicht unbedingt von mangelnder Bewegung, wenn jemandem ständig die Luft bei jeglicher kleinsten Aktivität ausbleibt. Krankheiten wie Herzerkrankungen, Asthma oder eben eine pulmonale Hypertonie können dahinter stecken. Die Krankheit ist selten, wird oft schwer erkannt und kann erblich bedingt sein. Erkrankungen wie chronische Lungenerkrankungen wie z. B. eine Raucherbronchitis, Bindegewebserkrankungen wie Sklerodermie oder Lungenembolien können die Folge sein.

Ursache für den Lungenhochdruck ist eine krankhafte Veränderung der Lungenarterien: Die Arterien sind zusammengezogen, es bilden sich vermehr Blutgerinnsel, die Gefäßwände verdicken sich und so kommt es zu einer Verengung. Das Blut kann schlechter fließen und somit entsteht ein erhöhter Druck im Lungenkreislauf. Die Durchblutung der Lunge wird somit gestört und der Körper bekommt nicht genügend Sauerstoff. Die Folge: Die rechte Herzkammer ist mit dem Kampf gegen den hohen Druck überlastet und schwächt die Pumpleistung. Es kann zu Herzversagen kommen.

Eine übertriebene Luftnot, Müdigkeit, Kreislaufprobleme und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit können Anzeichen für die Krankheit sein. Später können Ohnmachtsanfälle oder Druckgefühl im Brustbereich hinzu kommen. In jedem Fall ist zügig ein Arzt aufzusuchen, um möglichen Ursachen frühzeitig auf den Grund zu gehen.

dpa - Deutsche Presse Agentur

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