Ratgeber

Neues aus der Forschung

Gescheiter dank weniger Fett

Wissenschaftler der Universität in Adelaide testeten die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses sowie die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung von 96 fettleibigen Probanden, die sich acht Wochen lang einer von zwei Diäten unterzogen.

Die eine Gruppe sollte möglichst wenig Kohlenhydrate essen. Diese Ernährung ist dementsprechend eiweiß-, aber auch fettreich und Diäterprobten als „Low-Carb“ bekannt. Die andere Gruppe wendete die „Low-Fat“-Methode an, bei der statt Kohlenhydraten Fett eingespart wird. Hierbei wird vor allem angestrebt, die Gesamtzufuhr an Energie zu reduzieren.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass eine fettarme und kohlenhydratreiche Diät die geistigen Fähigkeiten stärker zu fördern scheint als eine kohlenhydratarme (und zugleich fettreiche) Diät, wie im „American Journal of Clinical Nutrition“ zu lesen ist. Ganz so ungewöhnlich ist das Ergebnis jedoch nicht: Kohlenhydrate stehen dem Körper schneller als Energiespender zur Verfügung als Eiweiß oder Fett, die zunächst umgewandelt werden müssen. Das Gehirn benötigt für seine Leistungen die meiste Energie – folglich kann ein voller Kohlenhydratspeicher die Denkleistung optimal unterstützen.

Intelligenz hin oder her, deutliches Übergewicht sollte in jedem Fall ernst genommen werden, denn es kann gesundheitliche Folgen wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich bringen. Eine dauerhafte und auf eine eingeschränkte Energiezufuhr ausgelegte Ernährungsumstellung, verbunden mit körperlicher Aktivität, hilft, die Pfunde purzeln zu lassen. Und noch etwas fanden die Forscher durch ihre Studie heraus: Sowohl „Low-Carb“- und „Low-Fat“-Teilnehmer waren trotz Diät gleichermaßen besser gelaunt als zu Beginn der Studie.