Ratgeber

Krebs 25.01.2012

Tabuthema: Peniskarzinom

Selten kommt es vor, aber es gibt es: das Peniskarzinom. Da aus Scham oft zu lange darüber geschwiegen wird, wird der Krebs meist erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.

Unwissenheit über diese Krankheit und auch die Scham, über Schmerzen oder Probleme am Penis zu sprechen, geben dem Krebs leider immer wieder die Chance, weiter zu wachsen. Wird die Krankheit erkannt, kann meist nur noch eine Teil- oder vollständige Amputation helfen.

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) kritisiert dabei die mangelenden standardisierten Behandlungs-Schemata für Therapien. Das soll nun geändert werden: Die Gesellschaft will sich künftig für eine Aufklärung der Krankheit einsetzen und mit neuen Forschungsprojekten die Entwicklung von Therapieformen vorantreiben. Eine Website soll sowohl Therapeuten als auch Patienten die Möglichkeit geben, sich in einem Forum auszutauschen.

Ein besonders hohes Risiko, an Peniskrebs zu erkranken, besteht ab 60 Jahren. Doch schon ab dem 45. Lebensjahr sollte verstärkt Selbstbeobachtung vorgenommen und die jährlich gesetzliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Urologen wahrgenommen werden. In Sachen Prävention wird zu einer guten Genitalhygiene sowie bei Vorhautverengung zu einer Beschneidung geraten. Aufgrund der derzeitigen Datenlage ist es nicht notwendig, sich einer HPV-Impfung zu unterziehen.

Urologie - Uni Rostock

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