Wechseljahre
Aktives Sexleben im Alter?
Ältere Männer können mit einem aktiven Sexualleben Erektionsstörungen vorbeugen, lautet das Ergebnis einer Studie des finnischen Wissenschaftlers Juha Koskimäki und seiner Kollegen, das im Fachblatt „American Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde.
Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs und dem Risiko für Erektionsstörungen. Sie fanden heraus, dass 79 von 1.000 Männern, die weniger als einmal in der Woche Sex hatten, Erektionsstörungen entwickelten. Bei denjenigen, die zumindest einmal pro Woche Spaß im Bett hatten, fiel die Zahl auf 32. Dagegen entwickelten nur 16 von 1.000 Männern eine sogenannte erektile Dysfunktion, wenn sie wöchentlich dreimal oder öfter sexuell aktiv waren. Die Forscher raten Ärzten daher, ihre Patienten zu aktivem Geschlechtsverkehr zu ermuntern. Dass diese „vorbeugende Maßnahme“ in Zukunft noch stärker berücksichtigt werden könnte, zeigt das Ergebnis einer zeitgleich erschienenen Studie der Universität Göteborg. Denn Frauen und Männer um die 70 haben heutzutage wesentlich häufiger Sex als ihre Altersgenossen vor zwei oder drei Jahrzehnten. Besonders erfreulich ist zudem die Tatsache, dass beide Geschlechter auch mehr Freude am Sex entwickelt haben, wie im „British Medical Journal“ zu lesen ist. Sexualität wird zunehmend als wichtiger und natürlicher Bestandteil des Alters betrachtet.
