Vitalstoffe
Omega-3-Fettsäuren: Kraftstoff für Herz und Gehirn
Japaner und Eskimos sind wegen ihres reichlichen Fischverzehrs gesünder als die Mitteleuropäer. Daran haben insbesondere die Omega-3-Fettsäuren einen großen Anteil, denn Fisch ist sehr reich an Omega-3-Fettsäuren, die für viele Stoffwechselvorgänge bedeutend sind. Die besonders hochwertigen Fischöl-Fettsäuren EPA und DHA kann der menschliche Körper nur in geringem Umfang aus der pflanzlichen Alpha-Linolensäure selbst bilden. Eine Ergänzung der Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren ist deshalb sehr sinnvoll.
In welchen Lebensmitteln sind Omega-3-Fettsäuren enthalten?
In Hering, Thunfisch, Lachs, Makrele, Heilbutt, Bachforelle, Hummer, Garnelen, Hecht und Miesmuscheln.
Herkunft - Funktion - Versorgung
Die wichtigsten Omega-3-Fettsäuren sind die Alpha-Linolensäure, die Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Sie werden im Körper für den Aufbau und die Erhaltung der Zellwände gebraucht. In unseren Breiten führt man sich infolge geringen Fischverzehrs meist zu wenig Omega-3-Fettsäuren zu. Eine unausgewogene Ernährung, Diäten oder Verdauungsstörungen können ebenfalls zu einer schlechten Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren beitragen. In der Zeit des Wachstums in Kindheit und Jugend sowie in der Schwangerschaft ist der Bedarf an Omega-3-Fettsäuren aufgrund des raschen Zellwachstums erhöht. Über die Ernährung ist eine hohe Omega-3-Fettsäurenzufuhr schwer zu erreichen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt an, dass Omega-3-Fettsäuren etwa 0,5 % der Energiezufuhr ausmachen sollten. Das entspricht bei einer Energiezufuhr von 2.000 Kilokalorien am Tag etwa einem Gramm Omega-3-Fettsäuren. Britische Gremien empfehlen sogar eine tägliche Zufuhr von 1,2 g. Dies ließe sich nur durch eine massive Erhöhung des Fischkonsums erreichen. Mindestens dreimal wöchentlich müsste dann Fisch auf Ihrem Speiseplan stehen.
Verwendung von Omega-3-Fettsäuren
- Vorbeugung gegen Arteriosklerose: Omega-3-Fettsäuren unterstützen die natürlichen Fließeigenschaften des Blutes und können eine cholesterinbewusste Ernährung unterstützen.
- Rheuma (Gelenkerkrankungen): Omega-3-Fettsäuren können in hoher Dosis zur Gesundheit der Gelenke beitragen, indem sie überschießende Entzündungsreaktionen mildern. Die bei rheumatischen Krankheiten auftretenden Schmerzen, Entzündungen und Gelenkversteifungen können gelindert werden.
- Hoher Blutdruck: In sehr hoher Dosierung haben Omega-3-Fettsäuren eine blutdrucksenkende Wirkung.
- Depressionen: Eine Milderung von Depressionen durch Omega-3-Fettsäuren wurde zwar schon beobachtet, gilt aber noch als umstritten
Brauchen Sie Omega-3-Fettsäuren?
Schon bei einem zutreffenden Punkt könnte eine höhere Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren für Sie sinnvoll sein:
- Haben Sie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. familiäre Veranlagung, Rauchen)?
- Essen Sie selten Fisch, insbesondere fettreichen Meeresfisch?
- Leiden Sie unter entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Rheuma, chronische Polyarthritis)?
Wie viel Omega-3-Fettsäuren braucht der Körper?
Empfehlung: Unabhängige Ernährungswissenschaftler empfehlen eine tägliche Zufuhr von 700 bis 1.000 mg Omega-3-Fettsäuren.
