Libido
Lustlosigkeit ist nicht nur Frauensache. Auch Männer leiden vermehrt an der fehlenden Lust am Sex. Häufig sind Stress und Hektik im Alltag sowie ein hoher Leistungsdruck im Büro dafür verantwortlich.
Woher kommt Libidoverlust?
Mit der Libido ist das sexuelle Begehren, der Trieb oder auch der Wunsch nach Befriedigung gemeint. Geht dieses Verlangen zurück, spricht man von einem Verlust der Libido, welches verschiedene Ursachen haben kann. So gibt es einerseits die körperlichen Ursachen, die sich negativ auf die Libido des Mannes auswirken können. Da diese vom wichtigsten männlichen Hormon Testosteron abhängt, welches zu über 90 Prozent im Hoden hergestellt wird, kann eine Hormonstörung im Körper zu Lustlosigkeit führen. Aber auch Medikamente oder Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen können das Verlangen nach Sex senken, genauso wie Impotenz.
Andererseits gibt es psychische Ursachen, die die Lust am Sex negativ beeinflussen können. Besonders häufig vorkommende Gründe sind zu viel Hektik und Stress im Alltag, die wiederum zu Depressionen, Angstzuständen oder gar zu Minderwertigkeitsgefühlen führen können. Auch Angst vor dem Geschlechtsverkehr, ausgelöst durch zum Beispiel eine strenge Erziehung, oder traumatische Erinnerungen können Gründe für das Fehlen der Lust am Sex sein.
Was kann Mann tun?
In den meisten Fällen von Lustlosigkeit ist Stress und Hektik im Alltag der Hauptgrund, dass es im Bett nicht mehr so läuft wie gewünscht. Einfach abschalten ist in unserer heutigen Welt, in der wir die Arbeit oft mit nach Hause nehmen, nicht gerade einfach. Zudem kommen vielleicht Gedanken über die Zukunft oder Leistungsdruck hinzu, welches es uns fast ganz unmöglich macht, uns nach Feierabend zu entspannen. Abhilfe kann hier vor allem Sport schaffen, denn dieser entlastet und entspannt nicht nur den Körper, sondern hilft auch so vom stressigen Alltag zu erholen, die ständige Anspannung abzubauen und einen Ausgleich zur Hektik zu schaffen.
Gleichzeitig kann man seinen Körper auch mit der richtigen Ernährung unterstützen, denn nur ein gesunder Körper funktioniert auch richtig. Gerade wer unter seelischem Druck oder unter Stress leidet, bei dem kommt die gesunde Ernährung häufig zu kurz. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass mit der Nahrung genügend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aufgenommen werden, um einem Vitalstoffdefizit vorzubeugen.
Hilfe aus der Natur
Hängt die fehlende Lust nicht von körperlichen Ursachen oder Krankheiten ab, kann so manches natürliches Aphrodisiakum zur Hilfe eilen, bevor man sich den chemischen Mitteln hingibt. So gelten Beispielsweise einige Nahrungsmittel als Libido-fördernd, wie zum Beispiel frischer Ingwer, Chili oder die bei den Inkas berühmte Maca-Wurzel. Aber auch einige Vitalstoffe wie Zink können die Hormonproduktion von Testosteron steigern und so den Austausch von Botenstoffen fördern.