Magen-Darm
Kraftwerk im Inneren
Der menschliche Körper erhält die Energie, die er benötigt, durch Sauerstoff und in Form von Nahrung. So wie wir sie aus der Nahrung aufnehmen, können wir sie jedoch nicht so ohne weiteres verwerten, denn sie muss über das Verdauungssystem aufbereitet werden.
Das Verdauungssystem arbeitet in zwei Phasen:
Die erste Phase ist die mechanische Phase, bei der die Nahrung durch den Kauvorgang zerkleinert wird. Die Nahrung wird hier mit Speichel versetzt und zu einem Brei verarbeitet, den wir schlucken können.
Die zweite Phase ist die chemische Phase, in welcher die Nahrung mit der Hilfe von Verdauungssäften in Nährstoffe aufgespaltet wird, die vom Organismus aufgenommen werden können.
Brennen im Hals
So kommt die Nahrung über die Speiseröhre zum Magen, der vor dem Dünndarm liegt. Der Magen hat im Durchschnitt ein Fassungsvermögen von etwa 1,5 Litern. Der Muskel an der oberen Öffnung, ist der sogenannte Magenmund und verhindert normalerweise den Rückfluss der Nahrungsmittel in die Speiseröhre. Ist dieser Schließmuskel beeinträchtigt, kann es zu Beschwerden wie Reflux oder auch Sodbrennen kommen.
Dieser brennende Schmerz hinter dem Brustbein wird gelegentlich auch für ein Herzproblem gehalten, aber auch saures Aufstoßen oder Völle- und Druckgefühle im Oberbauch können Hinweise auf Sodbrennen sein. Auch chronischer Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit können Auswirkungen eines unbemerkten Refluxes sein.
Dieser Rückfluss des Magensaftes ist deshalb so unangenehm, weil er stark ätzend ist. Im Magen selbst ist das kein Problem, weil der Magen durch seine Schleimhaut geschützt ist. Kommt es jedoch immer wieder zu einem Rückfluss der ätzenden Magen- oder auch Gallensäure in die Speiseröhre, nimmt diese Schaden und entzündet sich.
An der unteren Öffnung des Magens ist der sogenannte „Pförtner-Muskel", der dafür sorgt, dass immer nur kleine Mengen des Nahrungsbreis in den Dünndarm gelangen. Von dort geht die Reise weiter in den Dickdarm zum Mastdarm bevor die Nahrung wieder ausgeschieden wird. Auf dieser Reise hat der Körper sich Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße aus der Nahrung geholt, um diese zu Energie weiter zu verarbeiten.
Verdauungsspaziergang
Nach einem reichlichen Essen fühlt man sich in der Tat oft träge und kann sich im wahrsten Sinne ‚nicht mehr rühren'. Dennoch wäre es gut, der Verdauung durch einen gemütlichen Spaziergang ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Man hat dann gleich das Gefühl, dass der Magen nicht mehr so voll ist und nicht mehr ‚drückt'. Forschungen haben inzwischen jedoch auch ergeben, dass ein Spaziergang vor dem Essen sogar noch sinnvoller ist.
Englische Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein Spaziergang von rund 90 Minuten für die Dauer von über 24 Stunden verhindert, dass die Blutfettwerte des Körpers stark ansteigen können, und auch die Durchblutung verbessert.
Probiotische Kulturen können die Darmflora stärken, Magnesium wirkt krampflösend und kann bei Verstopfung helfen, alle B-Vitamine und Eisen sind wichtig für Menschen mit chronischen Darmerkrankungen.