Prostata
Die Prostata – die Vorsteherdrüse – gehört neben den Samenbläschen und dem Samenleiter zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes und ist in etwa so groß wie eine Kastanie. Zu den Hauptaufgaben dieser Drüse gehört vor allem die Produktion einer Flüssigkeit, die ein Bestandteil des Spermas ist.
Erkrankungen der Prostata
Generell sind Vergrößerungen der Prostata nicht selten. So findet sich eine gutartige Prostatavergrößerung ab 50 Jahren bei jedem zweiten Mann, ab einem Alter von 80 Jahren bei fast allen Männern. Aufgrund der Lage der Prostata, können diese gutartigen Prostatavergrößerungen unangenehme Folgen wie ein vermehrter Druck auf die Blase und die Harnröhre und somit Beschwerden beim Wasserlassen haben. Eine andere Erkrankung der Vorsteherdrüse kann jedoch auch der Prostatakrebs sein.
Prostatakrebs
Weder das männliche Geschlechtshormon Testosteron noch häufiger Geschlechtsverkehr haben, wie bislang immer angenommen, Einfluss auf die Entstehung von Prostatakrebs. Warum Prostatakrebs allerdings entsteht, wird von Wissenschaftlern noch immer erforscht und ist bis heute noch nicht genau geklärt. Erbliche Faktoren können eine Ursache von Prostatakrebs sein, besonders dann, wenn es in der Familie bereits Erkrankungen der Prostata oder auch Brustkrebserkrankungen gab. Grund dafür können Genveränderungen auf dem ersten Chromosom sein, die das Auftreten der Krankheit anscheinend begünstigen. Die Anzahl der Prostataerkrankungen, die auf einer solchen Genveränderung beruhen, ist jedoch relativ gering. Sicher ist jedoch, dass die Ernährungsweise und das Körpergewicht eine ausschlaggebende Rolle bei der Entstehung von Prostatakrebs spielen. Bei gesunder Ernährung und Normalgewicht, so stellten Forscher fest, wird das Risiko früh an Prostatakrebs zu erkranken, eindeutig verringert.
Eigeninitiative zeigen
Eine gesunde und bewusste Lebens- und Ernährungsweise kann das Risiko, an Krebs zu erkranken, reduzieren. Vor allem der tägliche Speiseplan beeinflusst die Gesunderhaltung unseres Körpers sehr. So besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Erkrankung und dem Krankheitsverlauf bei Prostatakrebs und dem Body-Mass-Index (BMI) von Patienten. Wissenschaftler nehmen an, dass Übergewicht und besonders Adipositas die Aggressivität und das Wachstum von Prostatakrebs beeinflussen. Hinzu kommt noch, dass Übergewicht nicht nur als Risikofaktor hinsichtlich einer Prostataerkrankung anzusehen ist, sondern auch die Behandlung der Erkrankung erschwert. So ist bei übergewichtigeren Patienten das Risiko, dass der Krebs Metastasen bildet oder nach der Behandlung erneut auftritt, höher als bei Patienten mit Normalgewicht. So verringert Übergewicht nicht nur die Erfolgschancen einer Behandlung, sondern erhöht auch das Risiko eines erneuten Auftretens der Krankheit. Warum das so ist, können die Wissenschaftler noch nicht eindeutig feststellen. Die Vermutungen gehen jedoch dahin, dass das Bauchfett den Hormonhaushalt der Männer negativ beeinflusst, zum Beispiel durch eine vermehrte Produktion von Geschlechtshormonen. Der dadurch veränderte Hormonspiegel begünstigt wiederum die bösartigen Veränderungen der Prostata. Um das Krebsrisiko so gering wie möglich zu halten, sollte das Körpergewicht also im Normalbereich gehalten werden. Dabei ist neben einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse, auch ausreichend Bewegung sehr wichtig. Sport hält den Körper fit, hilft ihm beim Fettabbau und unterstützt den Stoffwechsel.