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Cranberry: Gut für Blase und Harnwege

Die Indianer Nordamerikas entdeckten sie als Heilmittel, als blutähnlichen Heiltrunk und für purpune Wundsalben. Mit der leuchtenden Farbe der Cranberry, auch Moosbeere oder Cranbeere genannt, färbten sich die Ureinwohner tiefrote Haare. Das Superfood gibt es heutzutage in vielen Formen: Cranberrytee, Saft, Cranberrykapseln, getrocknete Beeren, Cranbeerybonbons. Wenn von der kleinen, roten Beere die Rede ist, dann als natürliches Hausmittel gegen Blasenentzündungen und Harnwegsinfekte. Die wichtigsten Infos hier im Überblick.

Woher kommt das rote Früchtchen Cranberry?

Die Cranberry ist eng mit der europäischen Preiselbeere verwandt. Sie wird auch Kranichbeere oder großfrüchtige Moosbeere genannt. Ursprünglich stammt sie aus dem Norden der USA und Kanada. Bereits die amerikanischen Ureinwohner entdeckten die Beerenpower für die Gesundheit, aber auch für kosmetische Zwecke.

Färbemittel, Wundsalbe, Essenspaste

Wegen ihres hohen Nährwertes wurde sie zu einer Paste verarbeitet, als lange frisch bleibendes Lebensmittel. Aufgrund ihrer purpunen Farbe verwendeten die Ureinwohner die Cranberrys zum Färben von Kleidung und Haaren oder aber benutzten sie, dank ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften, als Mittel zum Säubern von Wunden.

Bitter und sauer- Die Beere aus dem Heidekrautgewächs

Die Cranberry wächst auf nährstoffarmen, sauren Böden, benötigt aber viel Sonne. Der kleine, immergrüne Strauch gehört zu den Heidekrautgewächsen und überschreitet nur selten eine Höhe von 30 Zentimetern. Die weißen Blüten des Cranberrystrauches blühen im Sommer. Ihnen folgen dann die bitter bis sauer schmeckenden Früchte, aus denen letztendlich Säfte und vieles mehr gewonnen wird.

Klein aber viel drin 

Cranberrys enthalten eine Reihe wichtiger Antioxidantien wie Vitamin C und Zink, die das Abwehrsystem des Körpers gegen Freie Radikale stärken. Doch Berühmtheit erlangte die Cranberry durch die speziellen hoch verdichteten Tannine, sogenannte Proanthocyanidine (PACs), die reichlich in der Cranberry enthalten sind. Sie gehören zu den gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen, die man auch als starke Antioxidantien kennt.

Studien zu Cranberry

Zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigten mittlerweile den antibakteriellen Effekt dieser Inhaltsstoffe der Cranberry. Die Tannine können verhindern, dass sich entzündungsauslösende Bakterien, wie zum Beispiel Escherichia-coli-Bakterien, an den Schleimhäuten des Harntrakts festsetzen. Die Erreger finden keinen Halt und werden so mit dem Harn ausgeschwemmt. Auch die Schleimhäute in Mund und Magen können so geschützt werden.

Cranberry bei Nieren- und Blasenentzündungen

Dabei verwendet man Cranberryprodukte sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Harnwegsentzündungen. Gerade Frauen in den Wechseljahren und Schwangere profitieren von der Beere, da sie häufiger von Nieren- und Blasenentzündungen betroffen sind. Die Rückfallquote bei Frauen, die häufiger an Blasenentzündungen leiden, soll sich bei regelmäßigem Konsum des Fruchtsafts um mehr als die Hälfte verringern.

Blasenentzündungen vorbeugen mit Cranberry

Wissenschaftler stellten aber auch fest, dass die Cranberry die Gesunderhaltung der Blasen- und Prostatafunktion unterstützen kann, und raten deswegen auch Männern zur Verwendung von Cranberryprodukten. Die rote Frucht hilft, Symptome und Beschwerden bei Prostata- und Blasenleiden signifikant zu verringern.

Tipp: Rezepte mit Cranberrys sind vielfältig zu finden. Das Superfood kann zu Saft, Kompott oder Marmelade weiterverarbeitet oder als Basis für Wildsoßen genommen werden. Die Cranberry kann auch roh verzehrt werden und ist als getrockneter Snack, in Müsli- und Beerenmischungen beliebt. Als Backzutat ist sie im Geschmack herber als die Rosine. Die Cranberry wird gerne für Muffins verwendet.

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