Kimchi in Einmachgläsern
Fermentierte Lebensmittel wie Kimchi enthalten nicht nur wichtige Vitamine, sondern auch probiotische Kulturen. Studien zeigen, dass probiotische Bakterienkulturen darmfreundlich sind.

Antibiotika können Leben retten. Manchmal sind sie das beste, was Du für Deinen Organismus tun kannst, um schwerwiegende bakterielle Infekte zu besiegen. Leichtfertig solltest Du mit der bedeutenden medizinischen Entdeckung jedoch nicht umgehen, denn die entsprechenden Medikamente verändern in der Regel die Balance Deiner Darmflora. Vor allem die nützlichen Milchsäurebakterien werden dezimiert. Zum Glück können Dir Probiotika dabei helfen, Deinen Darm rasch zu sanieren.

Was sind Antibiotika?

Das Wort setzt sich aus „anti“ (griechisch „gegen“) und „bios“ (griechisch „Leben“ zusammen. Louis Pasteur, ein bedeutender Biochemiker und Mitbegründer der medizinischen Mikrobiologie formulierte es so: „Leben verhindert Leben“. Er hatte 1877 entdeckt, dass sich bestimmte Bakterienarten gegenseitig am Wachstum hindern können. Entsprechend besitzt ein Antibiotikum die Fähigkeit entweder das Wachstum von Bakterien zu hemmen (bakteriostatistche Wirkung) oder Bakterien zu vernichten, indem es ihren Stoffwechsel zerstört (bakterizide Wirkung). Antibiotika im ursprünglichen Sinne sind als Stoffwechselprodukte von Bakterien oder Pilzen selbst lebendig. Längst nutzt man therapeutisch jedoch auch Substanzen, die teil- oder vollsynthetisch oder dank Gentechnik gewonnen wurden. Gegen Viren sind Antibiotika wirkungslos.

Der Nachteil einer Antibiotika-Behandlung

Mit einem Antibiotikum kannst Du einer bakteriellen Infektion durchaus effektiv zu Leibe rücken. Allerdings wirkt das Arzneimittel auch gegen Bakterienstämme, die für Deine Darmflora besonders nützlich sind. Dazu zählen vor allem die Milchsäurebakterien, die eine Rolle für Dein Immunsystem spielen. Wenn Dein Darm im Gleichgewicht ist, liegt sein ph-Wert zwischen sechs und sechseinhalb. Nach einer Antibiotika-Kur ist dieser ph-Wert in der Regel deutlich erhöht. Deine Abwehrkräfte sind dann beeinträchtigt und Du bist anfälliger für einen weiteren Infekt.

Bei Frauen kommt es dann zum Beispiel häufiger zu Scheidenpilzinfektionen. Daher solltest Du Antibiotika nicht leichtfertig und nur nach Absprache mit Deiner Ärztin einnehmen. Wichtig ist auch, dass Du Dich exakt an die Verordnungen hältst und das Medikament auch nicht zu früh absetzt. Unsachgemäße Anwendung tragen nämlich dazu bei, dass Bakterien gegen bestimmte Antiobiotika resistent werden. Auch negative Wechselwirkungen mit Milchprodukten oder anderen Medikamenten solltest Du bedenken.

Probiotika und Präbiotika

Neben einem Großteil Deiner Immunzellen siedeln im Darm auch Millionen von Bakterien. Die meisten davon sind durchaus nützlich für Deine Verdauung und Dein Immunsystem. Um eine gesunde Darmflora zu erhalten oder nach der Einnahme von Antibiotika schnell aufzubauen, kann die Aufnahme bestimmter Bakterienstämme sinnvoll sein. Als besonders hilfreich gelten die bereits erwähnten Milchsäurebakterien, darunter vor allem die Lactobazillen, und die sogenannten Bifidobakterien.

Hier findest Du probiotische Kulturen & Präbiotika

Diese Kulturen findest Du exakt dosiert in speziellen Nahrungsergänzungsmitteln, oder in fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt, Kombucha, Kefir oder Kimchi. Die Bakterienstämme benötigen ihrerseits Nahrung. Hier kommen die Präbiotika ins Spiel. Dabei handelt es sich meist um unverdauliche Kohlenhydrate wie Inulin, das sich zum Beispiel in Artischocken, Chicoree, Pastinaken, Schwarzwurzeln oder Nüssen findet. Sogenannte Synbiotika sind Präparate, die Dir Pro- und Präbiotika in Kombination anbieten.

Das solltest Du bei der Einnahme von Probiotika-Präparaten beachten

Jedes menschliche Mikrobiom – also die Gesamtheit der Bakterien und Pilze in Deinem Organismus – ist einzigartig. Um eine beschädigte Darmflora nach dem Gebrauch von Antibiotika wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die alte Vielfalt widerzubeleben, ist die Einnahme von Probiotika nur ein Beitrag, aber kein Allheilmittel.

Achte darauf, dass Dein Präparat magensaftresistent ist und eine hohe Bakterienzahl aufweist. Achte auf die Hinweise in der Packungsbeilage. Üblicherweise solltest Du das Nahrungsergänzungsmittel morgens einnehmen, etwa 30 Minuten, bevor Du zum ersten Mal an diesem Tag etwas isst. Ein Präparat ist im Übrigen kein Freibrief für eine ungesunde Ernährung, viel Nikotin und Alkohol. Wenn Du Deine Darmflora sanieren willst, solltest Du mindestens für drei Monate auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und reichlich pro- und präbiotische Lebensmittel achten.

Möchtest Du mehr über Pro- und Präbiotika erfahren, dann lies hier weiter. Ein Interview zum Thema „Darmgesundheit“ findest Du hier.

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