Gesund kochen, gesund ernähren, Immunsystem stärken
Ein starkes Immunsystem fängt bei einer gesunden Ernährung an

Neue Krankheiten wie aktuell der Coronavirus Covid-19 sind jetzt in den Medien präsent. Dabei sind Grippeviren überhaupt nichts Neues und regelmäßig finden epidemische Ausbrüche statt. Ein gesunder und starker Organismus hat im Fall einer Ansteckung meist keine Schwierigkeiten damit, den Virus zu bekämpfen. Selbst bei den bekannten Coronavirus-Fällen sind auch solche Krankheitsverläufe dabei, die mild und für den Menschen völlig unproblematisch verlaufen sind.

Erst die Erforschung von Krankheiten in Ländern mit hoher Armut haben die Bedeutung einer ausgewogenen, vital- und mineralstoffreichen Ernährung für ein gut funktionierendes Immunsystem in den Mittelpunkt der Betrachtungen gerückt. Interessanterweise sorgen zunehmend schlechte Ernährungsgewohnheiten in der westlichen Welt für eine Zunahme von sogenannten Zivilisationskrankheiten. Die Behebung von Nährstoffmängeln ist darum eine intelligente Strategie, wenn man mehr für sich, den Organismus und vor allem die Abwehrkräfte tun will.

Vitalstoffe, die ein gesundes Immunsystem unterstützen

Vitamin D:

Vitamin D ist von zentraler Bedeutung für das Immunsystem des Körpers. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird mit einer erhöhten Infektanfälligkeit in Verbindung gebracht. Verschiedene Studien legen nahe, dass Menschen mit niedrigeren Vitamin-D-Spiegeln eher an Infektionen der oberen Atemwege erkranken. Eine Studie aus dem Jahr 2012 ergab, dass das Verabreichen von 1.200 IE Vitamin D pro Tag an Kleinkindern das Risiko an einer Grippe zu erkranken, reduziert. Systematische Auswertungen mehrerer Studien über die tägliche Einnahme von Vitamin-D-Nahrungsergänzungen haben gezeigt, dass Vitamin D vor Erkrankungen der Atemwege schützt.*

(Quellen: * Zhou, W. & Zuo, X. & Li, J. & Yu, Z. (2016). Effects of nutrition intervention on the nutritional status and outcomes of pediatric patients with pneumonia. Minerva Pediatrica 68 (1): 5-10. Aranow, C. (2011). Vitamin D and the immune system. Journal of Investigative Medicine 59 (6): 881–886.

Ginde, A. & Mansbach, J. & Camargo, C. Jr. (2009). Association between serum 25-hydroxyvitamin D level and upper respiratory tract infection in the Third National Health and Nutrition Examination Survey. Archives of Internal Medicine 169 (4): 384–390.

Urashima, M. et al. (2010). Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren. The American Journal of Clinical Nutrition 91 (5): 1255–1260.

Bergman, P. & Lindh, Å. & Björkhem-Bergman, L. & Lindh, J. (2013). Vitamin D and respiratory tract infections: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. PloS one 8 (6): e65835.)

Selen:

Selen ist ein essentielles Mineral und wichtiger Kofaktor bei der Glutathionproduktion. Glutathion, ein Tripeptid, wird vom Körper in der Leber hergestellt und gilt als Masterantioxidans, denn es leistet wichtige Aufgaben bei allen Abwehrmechanismen im Organismus. Gluthation schützt als wichtigstes Antioxidans vor Freie Radikale. Selen ist wichtig für das hormonelle Gleichgewicht, der antioxidativen Abwehr und gleicht oxidativen Stress im Körper aus. Virusinfektionen produzieren häufig eine höhere Anzahl von Sauerstoffradikalen (ROS). Um das vermehrte Aufkommen an ROS zu bekämpfen, reagiert der Körper mit einem aufgeregten antioxidativen Abwehrsystem, was wiederum oxidativen Stress auslöst.

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass diese ganze Kettenreaktion des Körpers sprich der Natur sehr klug ist, denn der Organismus merkt sich sozusagen das Täterbild der Eindringlinge und macht sich für eine spätere virale Replikation immun. Der ganze Verteidigungs- und Stabilisierungsprozess kostet den Organismus Kraft und Energie, verständlich darum, dass eine Virusinfektion den Bedarf an bestimmten Vitalstoffen wie Selen erhöht.

Vitamin C:

Vitamin C ist wohl das bekannteste Antioxidans. Tiere produzieren das Vitamin als Reaktion auf Stress selbst, doch der Mensch hat diese Fähigkeit über die Evolution hinweg verloren, sodass wir das Vitamin C über die Nahrung zu uns nehmen müssen. Vitamin C hilft, verbrauchtes also oxidiertes Glutathion wieder in aktives Glutathion umzuwandeln. Basierend auf einer großen Meta-Analyse erweist sich die regelmäßige Einnahme von Vitamin C zwar nicht als vorbeugend gegen Erkältungen, aber es kann die Dauer von Erkältungen verkürzen (um 8 % bei Erwachsenen und 14 % bei Kindern) und mögliche schwere Symptome lindern. Bei Sportlern, die regelmäßig Vitamin C einnehmen, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit sich eine Erkältung einzufangen um die Hälfte gegenüber denjenigen, die kein Vitamin C zu sich nehmen. (Quelle: Hemilä, H., & Chalker, E. (2013). Vitamin C for preventing and treating the common cold. Cochrane Database of Systematic Reviews 31 (1): CD000980.)

Eine in 1999 an 463 Studenten durchgeführte Studie zeigte, dass eine Megadosis Vitamin C bei der Behandlung der Grippe hilfreich sein kann. Dabei wurden direkt nach dem Auftreten der Grippesymptomen während der ersten sechs Stunden 1000 mg Vitamin C-Dosierungen je Stunde verabreicht und anschließend am zweiten Tag drei-Mal täglich die gleiche Menge. In der Testgruppe mit Grippe und Erkältung reduzierten sich die Symptome um 85 % gegenüber der Vergleichsgruppe ohne die Megadosis Vitamin C. (Quelle: Gorton, H. & Jarvis, K. (1999). The effectiveness of vitamin C in preventing and relieving the symptoms of virus-induced respiratory infections. Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics 22 (8): 530–533.)

Schon Nobelpreisträger, Linus Pauling, empfahl gleich bei Auftreten der typischen Symptome einer Erkältung oder Grippe tausende von Milligramm Vitamin C. (Quelle: Higdon, J. et al. (2018). Vitamin C. Linus Pauling Micronutrient Information Center. https://lpi.oregonstate.edu/mic/vitamins/vitamin-C#common-cold-treatment [Referenzdatum: 17.02.2020])

Eine andere Studie konnte aufzeigen, dass eine Megadosis Vitamin C Mäuse, die durch eine Influenza (H1N1) stark gestresst waren, vor Lungenentzündung schützte. (Quelle: Cai, Y. et al. (2015). A new mechanism of vitamin C effects on A/FM/1/47 (H1N1) virus-induced pneumonia in restraint-stressed mice. BioMed Research International 2015: 675149.)

Ubichinon (Coenzym Q10):

CoQ10  oder auch Ubiquinon ist ein wirksames Antioxidans, das die Zellen im Zusammenwirken mit anderen Antioxidantien vor schädigenden Einflüssen freier Radikale schützt. Sauerstoffradikale werden für Alterungsprozesse und für die Entstehung zahlreicher degenerativer Erkrankungen, wie Herzerkrankungen, Atherosklerose, Diabetes, Alzheimer, Krebs u. a. verantwortlich gemacht. (Quelle: Ernster, L. & Dallner, G. (1995). Biochemical, physiological and medical aspects of ubiquinone function. Biochimica et Biophysica Acta (BBA)-Molecular Basis of Disease 1271 (1): 195–204.)

Q10 ist bei der Energieproduktion beteiligt (ATP), und durch Q10-Mangel hervorgerufene niedrige Energieniveaus in den Zellen kann ursächlich dafür sein, dass der Körper Eindringlinge nicht ordentlich bekämpfen kann. Q10 reduziert oxidativen Stress und schützt das Immunsystem vor schädlichen Fresszellen (Makrophagen). (Quelle: Lee, B.-J. & Huang, Y.-C. & Chen, S.-J. & Lin, P.-T. (2012). Coenzyme Q10 supplementation reduces oxidative stress and increases antioxidant enzyme activity in patients with coronary artery disease. Nutrition 28 (3): 250–255.)

Zink:

Zink ist im menschlichen Organismus an sehr vielen Prozessen mit mehr als 300 Enzymen und über 1.000 Transkriptionsfaktoren (Proteine, die die Funktion der Gene regulieren) beteiligt. Es wirkt in enzymatischen Reaktionen als Katalysator und beschleunigt die Wirkung der Enzyme. Zink spielt auch bei oxidativem Stress eine große Rolle. Der Vitalstoff ist wichtig für die Hormonproduktion und Abwehrkraft. Er ist auch für die Bekämpfung von Infektionen bekannt. In frühen Stadien einer Erkältung oder Grippeinfektion kann das Lutschen von Tabletten mit Zinkacetat- und Zinkgluconat von Vorteil sein. Die optimale Dosierung beträgt laut Studien 75-90 mg pro Tag, die im Abstand von 2 bis 3 Stunden verabreicht werden. Beste Ergebnisse werden in den ersten 24 Stunden mit ersten Anzeichen eines Infekts erzielt. (Quelle: Hemilä, H. & Chalker, E. (2017). Zinc for preventing and treating the common cold. Cochrane Database of Systematic Reviews 2017 (9): CD012808.)

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