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Weihrauch: In der Antike ein kostbares Handelsgut. Heutzutage eine geschätzte Heilpflanze gegen entzündliche Gelenkschmerzen

Seit grauer Vorzeit nutzen Menschen die Harze bestimmter Bäume nicht nur für kultische Räucherungen, sondern auch zu heilkundlichen Zwecken. In der traditionellen indischen Heilkunst des Ayurveda soll Weihrauch (Synonym: Olibanum) schon vor 5.000 Jahren unter dem Namen „Salai Guggal“ aufgrund seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekte gegen verschiedene Leiden eingesetzt worden sein. Vor allem gegen Gelenkschmerzen und rheumatische Beschwerden.


Inhalt dieses Beitrags:

Welche Weihrauch-Arten gibt es?
Welche Merkmale hat die Weihrauch-Art Boswellia serrata?
Warum wird Weihrauch bei Gelenkschmerzen angewendet?
Welche ist die Geschichte von Weihrauch von der Antike bis in die Gegenwart?
Fazit

Welche Weihrauch-Arten gibt es?

Das Wort „Weihrauch“ leitet sich aus dem althochdeutschen Begriff für „heiliges Räucherwerk“ ab. Schon in der Antike spielte Weihrauch sowohl bei kultischen Anlässen als auch in der Heilkunde eine Rolle. Unter Weihrauch versteht man einerseits den Rauch, der beim Verbrennen bestimmter Substanzen entsteht, andererseits auch die Baumharze selbst. Im engeren Sinne handelt es sich bei Weihrauch um das luftgetrocknete Gummiharz, das man aus Bäumen der Gattung Boswellia gewinnt.

Die zur Weihraucherzeugung genutzten Arten wachsen in Afrika (Boswellia carterii, Boswellia papyrifera), auf der arabischen Halbinsel (Boswellia sacra) und in Indien (Boswellia serrata). Für heilkundliche Zwecke zählt das aus indischen Boswellia-Bäumen gewonnene Harz zu den beliebtesten.

Welche Merkmale hat die Weihrauch-Art Boswellia serrata?

Boswellia ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae). Zur Herstellung von Weihrauch dienen nur vier der mutmaßlich 24 Arten. Am besten erforscht ist dabei der in Indien heimische Salaibaum (Boswellia serrata). Er gedeiht in trockenen hügeligen bis bergigen Regionen wie Gujarat, Rajasthan, Bihar, Orissa und einigen Gebieten des westlichen Himalaya.

Boswellia serrata erreicht Wuchshöhen von bis zu acht Metern und verdankt seinen Namen Dr. James Boswell vom Botanischen Garten Edinburgh, nachdem sämtliche Boswellia-Arten benannt worden sind. Der Zusatz „serrata“ leitet sich vom lateinischen „serra“ für „Schere“ ab. Das bezieht sich auf die gezahnte Form der Blätter des Salaibaumes. Beim Verbrennen verströmt sein Harz einen erfrischend-zitronigen Duft.

Warum wird Weihrauch bei Gelenkschmerzen angewendet?

In der traditionellen indischen Heilkunst des Ayurveda hat der Weihrauch unter der Bezeichnung „Salai Guggal“ schon seit Jahrtausenden seinen festen Platz und findet unter anderem Anwendung bei rheumatischen Leiden, Gelenk- und Muskelschmerzen oder Arthritis.

Der aus dem Salaibaum (Boswellia serrata) gewonnene „Indische Weihrauch“ besteht zu großen Teilen aus Harzen und den darin enthaltenen Boswelliasäuren. Zusätzlich finden sich im „Indischen Weihrauch“ ätherisches Öl sowie Schleimstoffe.

Auch Studien deuten darauf hin, dass diese Inhaltsstoffe eine entzündungshemmende Wirkung haben, indem sie entzündungsfördernde Botenstoffe (Leukotriene) in weißen Blutkörperchen unterdrücken. Die körperliche und funktionelle Fähigkeit verbesserte sich und Schmerzen konnten verringert werden.

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Welche ist die Geschichte von Weihrauch von der Antike bis in die Gegenwart?

Schon im Altertum galt Weihrauch als kostbares Handelsgut. Es wurde gut geschützt über weite Strecken transportiert, vor allem über die sogenannte Weihrauchstraße. Sie reichte vom Oman über Jemen und Gaza bis nach Damaskus. Ein bedeutender Abnehmer war das römische Reich. Weihrauch wurde im alten Rom nicht nur für kultische Zwecke, sondern beispielsweise auch zur Wundreinigung und zur Behandlung von Atemwegskrankheiten genutzt.

In arabischen Lehrwerken des Mittelalters, die auf Überlieferungen aus dem antiken Griechenland zurückgreifen, findet sich die Darstellung von Harzperlen aus Boswellia sacra oder Boswellia serrata, deren innerliche Anwendung „Geist und Verstand stärken“ sollen.

Bis weit ins 19. Jahrhundert wurden auch in Europa Präparate aus Weihrauchharz zu Heilzwecken eingesetzt, bevor sie neuartige chemisch-synthetische Stoffe (allen voran Antibiotika) verdrangen. Erst in den letzten Jahrzehnten findet eine Rückbesinnung auf Naturheilmittel und davon ausgehend wieder eine entsprechende Forschung statt.

Fazit

Weihrauch, insbesondere der indische Boswellia serrata Weihrauch, gilt als natürliches Heilmittel bei Muskel- und Gelenkschmerzen. Studien weisen darauf hin, dass die Weihrauchsäure einen entzündungshemmende Wirkung hat, da sie entzündungsfördernde Botenstoffe unterdrückt. Sowohl in der indischen Medizinlehre Ayurveda, als im Römischen Reich und in arabischen Ländern im Mittelalter galt Boswellig serrata als Heilpflanze.


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