Kakaobohnen
„Speise der Götter“. Kakao galt bei den Azteken als heiliges und kraftspendendes Getränk. Kakaonibs in ihrer puren und unfermentierten Form enthalten besonders viele Flavanole, Mineralstoffe, Eiweiß und Ballaststoffe.

Nicht umsonst nennt man die Kakaopflanze auch „Theobroma cacao“, zu Deutsch die „Speise der Götter“. Seit dem 14. Jahrhundert gilt Kakao als natürliches Heilmittel, das von den Ureinwohnern Südamerikas als „Geschenk Gottes“ verehrt wurde. Der Azteken-König Montezuma soll täglich sogar 50 Tassen heiliges „xocólatl“-Getränk verzehrt haben, um seine Kraft und Stärke zu erhalten. Neben dem kulinarischen Genuss, der uns in Form von Schokolade süße Momente beschert, ist Kakao auch bei Ernährungswissenschaftlern in aller Munde. Denn in seiner rohen Form kann das Superfood Kakao mit besonders gesunden Inhaltsstoffen punkten.

Geschichte der Kakaobohne

Auf Ihrem Weg von Mittelamerika nach Europa fand die Kakaobohne in der Renaissance. Zu Anfang sollte der rohe Kakao aber wenig Anklang finden; erst als man Milch und Zucker bei-mischte, wurde er zu dem Kakaogetränk, wie wir es heute kennen. Bis ins 19. Jahrhundert blieb Kakao ein Luxusgut, da ihn sich nur wenige leisten konnten. Das Wort „cacao“ leitet sich aus dem olmekischen „kakawa“ ab und wurde später von den Maya übernommen. Den Namen „Theobroma cacao“ (Speise der Götter) verdankt der Kakaobaum dem schwedischen Botaniker Carl von Linné aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. 

Kakaopflanze

Ursprünglich im Amazonasgebiet beheimatet befinden sich heutzutage große Anbaugebiete von Kakao vorwiegend in Afrika. Der dünne, immergrüne Unterholzbaum trägt das ganze Jahr über grüngelbe bis rote Früchte, die 30 Zentimeter lang werden und bis zu 50 Samen enthalten: die Kakaobohnen. Aufgrund ihres bitteren Geschmacks werden die Bohnen fermentiert bzw. mit Wasserdampf behandelt. Ihre anschließende Röstung dient der leichteren Entfernung der Schale und um ein weiches Aroma zu erhalten.

Wertvolles Stärkungsmittel

Schon im 16. Jahrhundert wurde roher Kakao in Apotheken als Aphrodisiakum und Stärkungsmittel vertrieben. Medizinische Schriften aus dem 16. bis 19. Jahrhundert erwähnen es mehrfach. In jüngerer Zeit haben sich Ernährungsforscher ausgiebig der alten Frucht gewidmet und rund 300 verschiedene Inhaltsstoffe ausmachen können. Rohem Kakao werden zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte zugesprochen, was vor allem an seinen antioxidativen Eigenschaften liegt. Denn die reine Bohne enthält je nach regionaler Herkunft neben Mineralstoffen, Eiweiß, Ballaststoffen und Koffein wertvolle Polyphenole wie Flavanole.

Kakao schont das Herz

Es ist der hohe Flavonoidgehalt, darunter vor allem die Flavanole Catechin und Epicatechin, der Kakao so wertvoll macht. Im rohen Extrakt steckt sogar fünfmal mehr Epicatechin als in einem Apfel. Unstrittig ist die positive Wirkung dieses gut untersuchten sekundären Pflanzenstoffes auf das Herz-Kreislauf-System. Kakaoflavanole verbessern die Elastizität der Blutgefäße und fördern den normalen Blutfluss, haben leicht blutdrucksenkende sowie entzündungshemmende Effekte. Nicht nur unserem Herzen bietet Kakao starken antioxidativen Schutz, auch auf Gehirn und Reaktionsfähigkeit sollen sich Flavanole günstig auswirken.

Naturbelassen

Wer nun glaubt, mit einem höheren Pralinenkonsum der Gesundheit zu dienen, irrt leider. Denn neben den gesundheitsfördernden Polyphenolen liefern viele Kakaoprodukte erhebliche Zuckermengen, was auf Dauer nicht nur der Figur, sondern auch der Gesundheit schadet. Zudem wird der Gehalt an Flavanolen durch die industrielle Röstung der Kakaobohnen stark reduziert. Um von den gesundheitsfördernden, antioxidativen Inhaltsstoffen zu profitieren, sollte man am besten unfermentierten, ungerösteten, naturbelassenen Rohkakao, zum Beispiel in Form von Kakaonibs, verwenden.

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