Kressesprossen Nahaufnahme

Pflanzliches B12 ist für viele Menschen ein Traum, denn es würde eine neue Perspektive eröffnen. Vor allem wenn Du Dich vegan ernährst, kennst du das Problem: der lebensnotwendige Nährstoff findet sich in zuverlässigen Mengen ausschließlich in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten. Auch Vegetarier und ältere Menschen greifen häufig auf Vitamin-B12-Präparate zurück, um einem schleichenden Mangel vorzubeugen, oder um ihn zu beheben. Die gute Nachricht aus einer Studie lässt hoffen: Bestimmte Pflanzen können B12 aufnehmen, wenn man sie auf bestimmte Weise anbaut.

Kresse als Vitamin B12-Quelle?

Im Mai 2018 veröffentlichte ein wissenschaftliches Team um Professor Martin Warren an der University of Kent in England eine hochinteressante Studie: Darin belegten sie, dass Kresse das wasserlösliche B-Vitamin aufnimmt, wenn eine ausreichende Menge des Nährstoffs im Anbauboden vorliegt. Das bedeutet: In Zukunft könnten sich manche Pflanzen mit B12 anreichern lassen und damit weltweit die Ernährung von Veganerinnen und Vegetariern bereichern. Man schätzt, dass rund um den Globus 12 Millionen Menschen an einem B12-Mangel leiden. Dazu zählen zum Beispiel viele Menschen in Indien, die sich aus religiösen Gründen oder Geldmangel vegetarisch oder rein pflanzlich ernähren.

Pflanzliches B12 im Laserlicht

Das englische Wissenschaftlerteam arbeitete für seine Studie zusammen mit Biologieleherer*innen und Schüler*innen der Sir Roger Manwood’s School. Die Aufgabe der Jugendlichen bestand darin, Kresse anzubauen und nach sieben Tagen die Blätter der Triebe zu pflücken und zu analysieren. Die Forscher*innen wiederum hatten im Vorfeld eine spezielle B12-Art hergestellt, die unter der Bestrahlung mit Laserlicht fluoresziert. Dieses B12 gab man in wachsenden Dosen in die Kressebeete und konnte es später in den Kresseblättern nachweisen. Die Pflanzen nahmen den Nährstoff also aus dem Boden auf und speicherten ihn in speziellen Zellen, den sogenannten Vakuolen. Dieses Verfahren, mit dem man den Weg fluoreszierender Vitamin-B12-Moleküle nachverfolgen kann, lässt sich auch noch anderweitig nutzen. Mit seiner Hilfe dürfte sich klären lassen, warum manche Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit an einem Vitamin-B12-Mangel leiden als andere.

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