Kraft aus der TCM

ASTRAGALUS

Die lila Blüten der Astragaluspflanze in der Nahaufnahme

Astragalus: für starke Abwehrkräfte und fließendes Qi

Der Wurzelextrakt aus Astragalus membranaceus gilt in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) seit Jahrhunderten als Stärkungsmittel und eine der herausragenden Pflanzen in der Kunst der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Mittlerweile erobert Astragalus auch Europa und wird als Nahrungsergänzungsmittel immer beliebter.

 

Was genau ist Astragalus?

Ursprünglich in der Mongolei und dem Norden Chinas beheimatet, findet sich der „mongolische Tragant“ (Astragalus mongholicus oder auch Astragalus membranaceus) längst in vielen Teilen Asiens. Die wichtigsten Inhaltsstoffe stecken in der knollenförmigen Wurzel der sommergrünen, bis zu 100 Zentimeter hohen Pflanze.

 

Was macht Astragalus so besonders?

Ähnlich wie dem Ginseng sprechen Naturmediziner der Astragaluswurzel eine Reihe positiver Effekte auf den ganzen Menschen zu. Neben ihren immunmodulierenden Eigenschaften soll Astragalus antivirale, antibakterielle, antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. In der auf Erfahrungen beruhenden Alternativmedizin gilt Astragalus als adaptogen, das heißt, die Pflanze hilft dem Organismus bei der Adaption (Anpassung) an unterschiedliche Arten von Stress. Dazu zählen nicht allein Umweltgifte und allergische Überreaktionen des Immunsystems, sondern auch emotionale Krisen oder körperliche Höchstleistungen. Darüber hinaus sagt man den Inhaltsstoffen der Astragaluswurzel nach, Leber und Nieren bei ihren Reinigungsfunktionen zu unterstützen.

 

Verwendung von Astragalus

In Asien wird die Astragaluswurzel zu Sud oder Suppen verarbeitet. Auch Darreichungsformen als Tee sind bekannt. Menschen, die in unseren Breitengeraden Astragalus einnehmen wollen, greifen in der Regel auf Extrakte in gut transportierbarer und exakt dosierbarer Kapselform wie die von Medicom zurück. So oder so: Extrakte lassen sich in Wasser verrühren, über Speisen streuen oder auch in Energiebällchen und Smoothies verarbeiten. Ein Zubereitungstipp: 250 ml Mandelmilch mit einer Banane (gefroren), einem Teelöffel Astragaluswurzel-Extrakt, einem Teelöffel Chia Samen, einer Handvoll Spinat und einer Prise Kurkuma in einem Mixer zu einem leckeren und gesunden Drink verrühren.

 

Was sind die wichtigsten Inhaltstoffe von Astragalus?

Neben Aminosäuren, Fettsäuren und Mineralstoffen verdienen ein besonderes Augenmerk Polysaccharide und sekundäre Pflanzenstoffe wie Isoflavonoide und Triterpensaponine wie Astragaloside, denen unter anderem antioxidative Eigenschaften zugesprochen werden. Die enthaltenen Polysaccharide wiederum sollen Alternativmedizinern zufolge vor allem immunmodulierende Effekte haben.

 

Die Lehre vom Qi

Qi ist ein zentraler Begriff der chinesischen Weisheitslehre Daoismus. Was damit gemeint ist, lässt sich gar nicht so leicht in Worte fassen, denn dazu müsste man tiefer in den philosophischen Geist der alten Weltanschauung eintauchen. Grob gesagt bezeichnet Qi eine universelle Lebensenergie, die den gesamten Kosmos wie ein Fluidum durchdringt. Daher auch die wörtliche Übersetzung „Luft“, „Hauch“, „Atmosphäre“, aber auch „Kraft“. Es handelt sich um eine Substanz, die weder materieller noch geistiger Natur ist, aber alle physischen, emotionalen und geistigen Prozesse durchzieht. Das Qi ist dabei das einzig Unvergängliche. Fließt das Qi frei im Menschen, so ist er gesund.

 

Astragalus und das freie Fließen der Lebenskraft

Der Überlieferung nach hat schon der legendäre Kaiser Shennong die Astragalus Pflanze gekannt und in einem dreiteiligen Buchband beschrieben. Nachweisbar zusammengestellt wurde dieses „Klassische Werk der Wurzeln und Kräuter nach Shennong“ jedoch erst Ende der westlichen Han Dynastie, also ungefähr um die Zeitenwende herum. Die heute noch erhaltenen Abschriften präsentieren 365 Heilpflanzen, darunter auch Astragalus bzw. Astragali Radix. Vermutlich aufgrund ihrer gelben Färbung heißt die Wurzel in dem Klassiker der traditionellen chinesischen Medizin „Huang Qi“, was übersetzt „gelbe Lebenskraft“ bedeutet. Besondere Bedeutung erhielt Astragalus in der TCM vor allem als Qi-Tonikum, also als Stärkungsmittel, dass den Organismus dabei unterstützt, die universelle Lebenskraft frei durch den ganzen Körper fließen zu lassen und dabei auch geistige und emotionale Prozesse hilfreich zu begleiten.

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