Kleine Krilltiere schwimmen im Schwarm
Krillöl wird aus Krilltieren gewonnen. Es enthält natürlicherweise langkettige Omega-3-Fettsäuren, Astaxanthin und Cholin.

In den USA ist Cholin als vitaminähnliche Nahrungsergänzung schon lange bekannt und wird wegen seiner diversen Funktionen im menschlichen Organismus geschätzt. In Europa hingegen haben bisher nur Wenige von dem semi-essentiellen Mikronährstoff gehört. Dabei spielt Cholin eine wichtige Rolle für die Leber, den Fettstoffwechsel und das Herz. Ohne Cholin könnte unser Organismus beispielsweise einen seiner wichtigsten Botenstoffe nicht herstellen: den Neurotransmitter Acetylcholin, der für die Reizweiterleitung von Nerven zu Muskeln notwendig ist. 

Geschichte des Cholins

Der deutsche Chemiker Adolph Strecker entdeckte die Substanz 1849 in einer Schweinegalle. Es vergingen jedoch 13 Jahre bis Strecker das Cholin charakterisierte und nach dem altgriechischen Wort für Galle (χολή cholé) benannte. Erstmals chemisch synthetisiert wurde Cholin in den Jahren 1866 und 1867, und zwar sowohl von Adolf Baeyer als auch Charles Adolphe Wurtz, die den Stoff unabhängig voneinander behandelten. Früher wurde Cholin als Vitamin B4 bezeichnet. Heute wird der Mikronährstoff als vitaminähnlich klassifiziert und gilt 1998 als lebensnotwendig.

Funktionen von Cholin

Cholin spielt im Organismus viele Rollen. So unterstützt die Substanz die Funktion der Leber und einen normalen Homocystein-Stoffwechsel. Ein dauerhaft erhöhter Homocysteinspiegel steht im Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen  zu begünstigen. Als strukturgebender Bestandteil ist Cholin außerdem am Aufbau sämtlicher Zellwände beteiligt. Auch für einen funktionierenden Fettstoffwechsel ist Cholin ausschlaggebend und unterstützt ein gesundes Gewichtsmanagement.

Basis eines besonders wichtigen Botenstoffes

Der Nährstoff Cholin hat außerdem eine große Bedeutung für den menschlichen Organismus, weil es für die Biosynthese des Botenstoffes Acetylcholin zuständig ist. Ohne diesen Neurotransmitter fände keine ausreichende Reizübertragung von Nerven zu Muskeln statt. Obendrein ist Acetylcholin mitbeteiligt an der Steuerung des vegetativen Nervensystems und nimmt so Einfluss auf Atmung, Blutdruck, Herzschlag, Verdauung und Stoffwechsel. Sogar Gehirnaktivitäten werden durch den Neurotransmitter gesteuert. Tatsächlich spielt Acetylcholin im zentralen Nervensystem eine entscheidende Rolle, wenn es um die Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit, Lernprozesse und das Bilden von Erinnerungen geht.

Cholin: Semi-essentieller Nährstoff

Genaugenommen ist Cholin ein quartäres Amin, ein sogenannter primärer einwertiger Alkohol. Für den Organismus ist Cholin lebensnotwendig. Da der Körper den Stoff aus Folsäure und Methionin selbst produzieren kann, gilt er als semi-essentiell. Das heißt: Er muss dem Organismus nicht unbedingt durch Lebens- oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. In Phasen, die durch Wachstum, Krankheiten oder andere besondere Herausforderungen geprägt sind, kann es aber zu einer Unterversorgung kommen. Dann wird es essentiell, den eigenen Cholinbedarf durch Zufuhr von außen zu decken. Natürlicherweise kommt Cholin in Krillöl vor, das neben den Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA auch Astaxanthin enthält.

Laut Health Claim Verordnung der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) leistet Cholin einen Beitrag für Herz, Leber und Fettstoffwechsel.

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