Schwarzkümmelöl und Schwarzkümmelsamen
Schwarzkümmelöl – das Geheimnis des Pharaos. Zu den wertvollen Inhaltsstoffen des Schwarzkümmels gehört die Linolsäure, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure.

Der Echte Schwarzkümmel (Nigella sativa) oder kurz Schwarzkümmel war bereits in der Antike bekannt und beliebt. Heute wird das uralte Erfahrungswissen um diesen Schatz der Heilkunst wieder stärker verbreitet und durch Studien untermauert.

Der Schwarzkümmel – übrigens nicht verwandt mit dem Kümmel oder Kreuzkümmel – hat als Kulturpflanze eine lange Geschichte: Archäologen wollen ein Fläschchen mit Schwarzkümmelöl in der Grabkammer des Tutanchamun geborgen haben. Auch der berühmte griechische Arzt Hippokrates rühmt eine Schwarzblume (Melanthion), bei der es sich laut späteren Medizinern durchaus um den Schwarzkümmel gehandelt haben könnte. Dem islamischen Prophet Mohammed (ca. 570 bis 632 n. Chr.) wird folgender Satz zugesprochen: „Schwarzkümmel heilt jede Krankheit, außer den Tod.“ Und auch der islamische Arzt Ibn Sina erwähnt die Heilpflanze in seinem im zehnten Jahrhundert verfassten Standardwerk „Das Buch der Genesung“.

Siegeszug in Europa

Ursprünglich stammt der Schwarzkümmel aus Westasien (Türkei, Irak). Von dort verbreitete er sich bald auch in Indien, Pakistan, Nordafrika und Südeuropa. Kaiser Karl der Große (ca. 747 bis 814 n. Chr.) beauftragte den Anbau der Gewürz- und Heilpflanze für das damalige abendländische Reich. Seit dieser Zeit war der Schwarzkümmelsamen als Heilmittel auch in Europa verbreitet und findet beispielsweise bei berühmten Heilern der Renaissance Erwähnung. Der italienische Arzt und Botaniker Pietro Andrea Mattioli (ca. 1500 bis 1577 n. Chr.) hielt den Schwarzkümmel bereits nicht nur für ein Mittel gegen Flatulenzen, sondern auch gegen Asthma und Hautleiden. Der Name Nigella sativa (von lateinisch für „schwarz“ und „gezüchtet“) findet sich erstmals 1753 im botanischen Standardwerk von Carl von Linné. 

Schwarzkümmelöl in der Naturmedizin

Sowohl in der orientalischen und asiatischen wie auch in der europäischen Heilkunde ist der Echte Schwarzkümmel schon seit vielen Jahrhunderten etabliert. Auch in der heutigen Naturheilkunde verwendet man ihn gegen eine Reihe von Beschwerden. Das reine, aus seinen Samen am besten kaltgepresste Öl wird äußerlich bei Hautleiden wie Neurodermitis, Akne  oder Schuppenflechte angewendet. Da Schwarzkümmelöl eine Regulation des Immunsystems zugesprochen wird, gilt er auch als natürliches Mittel zur Linderung von allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen, also einem überreagierenden Immunsystem. Damit enden die Einsatzmöglichkeiten des Schwarzkümmels jedoch noch lange nicht. Generell gelten seine Inhaltsstoffe als verdauungsfördernd, antiseptisch, entzündungshemmend sowie blutdruck- und blutzuckersenkend.

Ein interessanter Mix an Inhaltsstoffen

Vor allem in den Samen des Echten Schwarzkümmels stecken etliche Inhaltsstoffe, deren positive Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden in Studien nachgewiesen wurde. Da die Stoffe jedoch einzeln im Labor getestet wurden, herrscht noch Unklarheit über die Wirkung des „Gesamtpaketes“ und sein komplexes Zusammenspiel. Auf jeden Fall sind Schwarzkümmelsamen sehr reich an ungesättigten Fettsäuren, vor allem an Linolsäure. Des Weiteren sind essentielle Aminosäuren im Schwarzkümmel zu finden, darunter Arginin, Asparagin und Serin. Besonders interessant sind auch die ätherischen Öle im Schwarzkümmelsamen, unter denen das Thymochinon als keimtötend und antibakteriell gilt. Bitterstoffe wie das Niggelin, die Vitamine A, B, C und E sowie Mineralstoffe wie Selen und Magnesium runden das kleine, schwarze Powerpaket ab.   

Schwarzkümmel als Gewürz

Seit Jahrtausenden ist Schwarzkümmel als Gewürz in der orientalischen Küche beliebt. Auch heute verwendet man die aromatischen Samen mit leichter Kreuzkümmelnote beim Kochen, Backen oder Verfeinern von Saucen, Suppen und Salaten. So sind sie zum Beispiel eine Zutat der bengalischen Gewürzmischung Panch Phoron oder werden aufs türkische Fladenbrot gestreut. Dabei intensivieren sie nicht nur das Aroma der Speisen, sondern steigern auch die Bekömmlichkeit und fördern die Verdauung. Auch das Einlegen von Gemüse gelingt mit Schwarzkümmelsamen hervorragend: ein Teelöffel pro Einmachglas erhöht die Haltbarkeit deutlich.

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