Nahrungsergänzung für Verdauung, Magen und Darm

Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe

Bei der Verdauung arbeiten viele Nährstoffe zusammen. Für einige von ihnen gibt es in der EU zugelassene Angaben, die einen konkreten Bezug zur Verdauung, zu den Schleimhäuten oder zum Nährstoffstoffwechsel beschreiben. Hier finden Sie einen Überblick darüber, welche Nährstoffe das sind und passende Produkte von Medicom.


Was Ihre Verdauung täglich leistet

Die Reise der Nahrung durch den Körper dauert durchschnittlich 48 bis 60 Stunden. Schon im Mund wird sie durch Enzyme im Speichel vorverdaut. Im Magen wird sie durchmischt, zerkleinert und portionsweise in den Dünndarm weitergegeben, durch rhythmisches An- und Entspannen der Muskulatur, die sogenannte Peristaltik.

Pro Jahr verarbeiten die Magenmuskeln rund eine Tonne Nahrung. Millionen von Drüsen produzieren dafür täglich knapp drei Liter Verdauungsflüssigkeit. Im Darm läuft die weitere Verdauung unter Beteiligung von Galle und Bauchspeicheldrüse.

Buntes Obst

Welche Nährstoffe bei der Verdauung eine Rolle spielen

  • Calcium ist der einzige Mineralstoff mit einer direkt auf die Verdauung bezogenen zugelassenen Angabe: Calcium trägt zur normalen Funktion der Verdauungsenzyme bei.
  • Chlorid trägt zu einer normalen Verdauung durch die Bildung von Salzsäure im Magen bei.
  • Riboflavin (Vitamin B2), Niacin, Vitamin A und Biotin tragen zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei. Der Verdauungstrakt ist von Schleimhaut ausgekleidet – deshalb sind diese Nährstoffe in diesem Zusammenhang häufig gesucht.
  • Zink und Chrom tragen zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei, also von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen aus der Nahrung.
  • Molybdän trägt zu einem normalen Stoffwechsel schwefelhaltiger Aminosäuren bei.
  • Magnesium und Kalium tragen zur normalen Muskelfunktion bei. Beide finden Sie auch in unseren Elektrolyt-Produkten.

Diese Angaben gelten jeweils ab einer bestimmten Tagesmenge. Die genauen Gehalte finden Sie in der Nährwerttabelle des einzelnen Produkts.

Fünf Holzlöffel gefüllt mit verschiedenen getrockneten Bohnen und Linsen auf weißem Hintergrund.

Ballaststoffe: Darmfunktion und Darmpassage

Ballaststoffe sind Nahrungsbestandteile, die im Dünndarm nicht aufgespalten werden und den Dickdarm erreichen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen mindestens 30 g pro Tag. Das ist ein Wert, den viele Menschen nicht erreichen.

Wichtig zu wissen: Die zugelassenen Angaben zu Ballaststoffen sind an die jeweilige Faserart gebunden, nicht an Ballaststoffe allgemein. Welche Angabe für ein Produkt gilt, hängt also davon ab, welche Faser enthalten ist.

Nehmen Sie Ballaststoffe immer mit ausreichend Flüssigkeit ein und steigern Sie die Menge schrittweise. → Zu den Ballaststoff-Produkten

Eine Frau sitzt im Lotussitz und meditiert

Bewegung und Ernährung im Alltag

Nach einem großen Essen fühlen sich viele zu müde für einen Schritt vor die Tür. Gerade dann lohnt sich ein kurzer Spaziergang. Moderate Bewegung bringt die Verdauung in Gang, und oft reichen ein paar hundert Meter, um sich leichter zu fühlen.

Medicom empfiehlt: Treppe statt Aufzug, Besorgungen mit dem Fahrrad, regelmäßige Sporteinheiten. Sanftes Yoga oder Tai Chi sind für eine entspannte Körpermitte besonders angenehm. Und so oft wie möglich an die frische Luft.

Bei der Ernährung sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Nüsse die besten Ballaststoffquellen. Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir und Sauerkraut sind traditionell Teil einer abwechslungsreichen Ernährung.

Wonach suchen Sie?

Häufig gestellte Fragen zu Magen & Darm

Worauf sollte ich bei Nahrungsergänzung für die Verdauung achten?

Auf die Menge pro Tagesdosis: Entscheidend ist nicht, ob ein Nährstoff enthalten ist, sondern wie viel. Ein Blick auf die Nährwerttabelle und den Prozentwert der Referenzmenge lohnt sich. Bei Ballaststoffen auf die Faserart: Flohsamenschalen, Akazienfasern und resistentes Maisdextrin verhalten sich unterschiedlich, die Produktbeschreibung sollte die enthaltene Faser konkret benennen. Bei Bakterienkulturen auf Stämme und Verkapselung: angegeben sein sollten die enthaltenen Stämme, die Anzahl koloniebildender Einheiten pro Tagesdosis und die Art der Kapsel. Magensaftresistente Kapseln schützen die empfindlichen Bakterienkulturen auf dem Weg durch die Magensäure. Und auf Verträglichkeit und Einnahmeform: Kapsel, Pulver oder Tablette, je nach individuellen Bedürfnissen. Bei größeren Ballaststoffmengen ist Pulver oft angenehmer, weil sich die Menge in Flüssigkeit einrühren lässt. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden ist die Ärztin oder der Arzt die richtige Adresse.

Braucht man Nahrungsergänzung für die Verdauung überhaupt?

In den meisten Fällen nicht. Bei einer abwechslungsreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst ist die Versorgung mit den relevanten Nährstoffen in der Regel gedeckt. Sinnvoll wird eine Ergänzung vor allem dann, wenn die Ballaststoffzufuhr dauerhaft deutlich unter der Empfehlung liegt, wenn bestimmte Lebensmittelgruppen wegfallen, oder wenn ein Nährstoffmangel ärztlich festgestellt wurde. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Was unterscheidet Bakterienkulturen, Präbiotika und Verdauungsenzyme?

Drei verschiedene Produktgruppen, die häufig verwechselt werden. Bakterienkulturen (oft als Probiotika bezeichnet) sind lebende Mikroorganismen, meist Milchsäurebakterien der Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium oder Streptococcus thermophilus. Präbiotika sind unverdauliche Kohlenhydrate wie Inulin oder Oligofructose, die den Dickdarm erreichen und dort Bakterien als Substrat dienen; Produkte, die beides kombinieren, heißen Synbiotika. Verdauungsenzyme sind Proteine wie Laktase, Protease oder Lipase, die Nahrungsbestandteile spalten. Wichtig zur Einordnung: Für Bakterienkulturen und Präbiotika sind in der EU derzeit keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen. Bei den Enzymen gibt es eine Ausnahme – für Laktase ist die Angabe zugelassen, dass sie die Laktoseverdauung bei Personen mit Laktose-Malabsorption verbessert.

Wie viele Ballaststoffe sollte man täglich aufnehmen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen mindestens 30 g pro Tag. Der tatsächliche Durchschnitt in Deutschland liegt darunter. Die besten Quellen sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Nüsse.

Kapseln, Tabletten oder Pulver, was ist besser?

Das hängt an der Menge. Vitamine und Mineralstoffe werden in Milligramm oder Mikrogramm aufgenommen und passen problemlos in Kapseln oder Tabletten. Ballaststoffe werden in Gramm aufgenommen, dafür bräuchte man viele Kapseln, weshalb Pulver zum Einrühren praktischer ist. Bakterienkulturen finden sich häufig in Kapseln, weil die Hülle sie auf dem Weg durch den Magen schützen kann.

Wie lange sollte man ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Bei einem ärztlich festgestellten Mangel richtet sich die Dauer nach dem Befund und der Kontrolle. Wird ergänzt, weil die Ernährung eine Lücke lässt, ist die Einnahme so lange sinnvoll, wie die Lücke besteht. Bei Ballaststoffen gilt: langsam einsteigen und die Menge über ein bis zwei Wochen schrittweise steigern, statt gleich mit der vollen Dosis zu beginnen.

Welche Nahrungsergänzungsmittel können selbst Verdauungsbeschwerden auslösen?

Häufiger als vielen bewusst ist. Magnesium kann in höheren Einzeldosen zu weichem Stuhl führen, weil es Wasser im Darm bindet; Aufteilen auf zwei Portionen hilft oft. Vitamin C wird in sehr hohen Dosen nicht vollständig aufgenommen, der Rest wird über den Urin ausgeschieden. Eisen ist für Magen-Darm-Nebenwirkungen bekannt und kann den Stuhl dunkel färben, das ist harmlos. Zink kann in hoher Dosis auf nüchternen Magen zu Übelkeit führen. Zuckeralkohole wie Xylit oder Maltit in Brausetabletten und Kautabletten wirken in größeren Mengen abführend. Und Ballaststoffe führen zu Blähungen, wenn sie ohne ausreichend Flüssigkeit oder zu schnell gesteigert eingenommen werden. Überschreiten Sie die auf der Packung angegebene Tagesdosis nicht.

Was ist bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme zu beachten?

Halten Sie Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie ergänzen. Bei Ballaststoffen ist zusätzlich der zeitliche Abstand relevant: Sie binden Wasser und quellen auf, was die Aufnahme gleichzeitig eingenommener Arzneimittel beeinflussen kann. Übliche Praxis ist ein Abstand von mindestens einer bis zwei Stunden. Nehmen Sie Ballaststoffpulver nie trocken ein, sondern immer eingerührt und mit einem zusätzlichen Glas Wasser.

Können Nahrungsergänzungsmittel die Ursache von Beschwerden verdecken?

Ja, und das ist ein Punkt, der zu selten gesagt wird. Wenn Beschwerden regelmäßig auftreten, hat das eine Ursache, und die findet man nicht, indem man sie überdeckt. Anhaltende Beschwerden, ungewollte Gewichtsveränderung, Blut im Stuhl oder Beschwerden, die nachts aufwachen lassen, gehören ärztlich abgeklärt, bevor man ergänzt. Ein Ernährungs- und Symptomtagebuch über zwei bis drei Wochen ist dabei oft aufschlussreich.

Wann sollte ich ärztlichen Rat einholen?

Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei ungewollter Gewichtsveränderung, bei Blut im Stuhl, sowie wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, schwanger sind oder stillen. Auch vor der Einnahme höher dosierter Einzelnährstoffe ist ein Blutbild sinnvoll, sonst ergänzt man womöglich etwas, das nicht fehlt.