ekomi Trusted Shops Bio Made in Germany and Switzerland

Medicom

 

Minze – Ein erfrischend vielseitiges Heilkraut

 

Die aromatische und heilkräftige Minze existiert in großer Vielfalt. So gibt es neben der bekannten Pfefferminze noch etliche andere Arten wie beispielsweise die Marokkanische Minze, die Thai-Minze, die Multimenthaminze sowie die nach ihrem jeweiligen Duft benannten Schoko-, Erdbeer- und Zitronenminzen. So ergeben sich etliche kulinarische Einsatzmöglichkeiten: Manche kennen die Mojito-Minze aus dem gleichnamigen Cocktail, andere haben schon einmal einen englischen Minzpudding oder Lamm in Minzsoße gegessen.

 

In Griechenland werden Salate mit frischer Minze gewürzt, in Indien findet man das Kraut in einigen Currygerichten wieder. Als Heilpflanze besonders beliebt ist die bekannte Pfefferminze. Sie weist in ihren Blättern den höchsten Gehalt an Menthol auf. Zusammen mit den anderen Wirkstoffen des Minzkrautes (vor allem Flavonoide sowie Gerb- und Bitterstofe) wirkt dieses ätherische Öl krampflösend, beruhigend und entzündungshemmend. Es fördert die Durchblutung, desinfiziert und lindert Schmerzen.

 

Minze für Magen und Darm

 

Die in Japan und China angebaute Ackerminze bildet die Basis für Japanisches Heilpflanzenöl, in dem bis zu 90 Prozent Menthol enthalten sind. Das Öl wird bei Blähungen, funktionellen Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden eingenommen sowie bei Katarrhen der oberen Luftwege inhaliert.

Äußerliche Anwendung findet das Minzöl, wenn es bei Kopf-, Glieder-, Muskel- oder Nervenschmerzen in die Haut einmassiert wird. Laut Studien soll der Einsatz von Minze auch bei Herpes oder dem Reizdarmsyndrom Linderung verschaffen.

 

Pfefferminzsträucher wachsen hauptsächlich auf der Nordhalbkugel, sowohl wild als auch in Gärten kultiviert. Sie bevorzugen feuchte Stellen, werden bis zu 90 Zentimeter hoch und sind an ihren lilafarbenen Blüten, den behaarten Stielen und am oberen Rand gezähnten Blättern zu erkennen. Vermutlich ist die Pfefferminze als zufällige Kreuzung zwischen der Bach- und der Waldminze entstanden. Der englische Biologe John Ray entdeckte das Kraut 1696 in seinem Garten und zeigte sich beeindruckt von ihrer heilkräftigen Wirkung. 2004 wurde die Pfefferminze zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.