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Hanföl – mehr als ein hochwertiges Pflanzenöl

 

Hanf (Cannabis sativa) hat sich in den letzten Jahrzehnten auch in Deutschland wieder als Nutzpflanze etabliert. Bei der Ernte werden auch die Samen gewonnen, anschließend maschinell von ihrer harten Schale befreit und dann gepresst. Um drei Liter Hanföl zu erhalten sind ungefähr 10 Kilogramm Hanfnüsse vonnöten. Doch der Aufwand lohnt sich, denn Hanföl hat viele Vorzüge.

 

Zum einen ist das Naturprodukt reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Dabei stehen die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure, Alpha-Linolensäure, Stearidonsäure und die in Speiseölen seltene Gamma-Linolensäure) in einem besonders günstigen Verhältnis für den menschlichen Stoffwechsel. Gerade Menschen, die keinen Fisch essen, finden in diesem Pflanzenöl eine hochwertige Quelle für essentielle Fettsäuren. Diese sind unabdingbar für unseren Stoffwechsel und haben eine Reihe gesundheitserhaltender Effekte. Zum anderen ist das nussig-schmeckende Öl nicht nur eine beliebte Zutat für Soßen, Marinaden oder Smoothies, sondern dient auch der Haut- und Haarpflege. Innerlich angewendet gilt es als entzündungshemmend.

 

Hanföl für Haut und Haare

In der Kosmetik-Branche liegt Hanföl als natürlicher Beauty-Booster im Trend. Die einen nutzen es, um empfindliche oder unreine Haut zu pflegen und beispielsweise Rötungen, Pickel oder juckende Stellen zu behandeln. Die anderen schwören auf Hanföl bei trockener Haut, die durch die gut aufzunehmenden Fettsäuren geschmeidiger wird. Außerdem sagt man den hautähnlichen Fettsäuren nach, eine Schutzschicht zu bilden, die unerwünschte Bakterien abhält. Manche versprechen sich auch einen Anti-Aging-Effekt, da Hanföl die Zellerneuerung unterstützen soll und antioxidative Eigenschaften aufweist. Erfahrungsberichte schildern die Wirkung von Hanföl auf trockenes oder brüchiges Haar, das mit regelmäßiger Anwendung wieder an Glanz gewinnt. Obendrein pflegt Hanföl die Kopfhaut und soll Haarausfall vorbeugen.

 

Hanföl mit entzündungshemmenden Effekten

Wegen der anti-inflammatorischen Eigenschaften mancher Inhaltsstoffe von Hanföl, findet es auch Anwendung bei Entzündungen der Ohren, der Nase oder im Rachenbereich. Aufgrund der hervorragenden Fettsäurenzusammensetzung von Hanföl gilt es bei zahlreichen körperlichen Beschwerden mit entzündlichen Vorgängen wie etwa bei Gelenkbeschwerden als Mittel zur Linderung. Eine berauschende Wirkung sollten Sie hingegen nicht befürchten, denn Hanfsamen des Nutzhanfes (Cannabis sativa) enthalten nur sehr geringe Mengen an THC und CBD.

 

Darauf sollten Sie beim Kauf von Hanföl achten

Wenn Sie Hanföl als Tropfen, in Kapseln oder als Pflegeprodukt wie zum Beispiel Shampoo kaufen, achten Sie darauf, dass das eingesetzte Hanföl aus Kaltpressung stammt. Dieses Verfahren sichert den vollen Erhalt der wertvollen Inhaltsstoffe optimal, während bei größerer Wärme manche Inhaltsstoffe kaum noch enthalten sind.

 

So sollten Sie Hanföl anwenden

Zur innerlichen Anwendung: Hanföl ist generell gut verträglich und kann als Speiseöl etwa im Salat oder pur mit Teelöffel eingenommen werden.

 

Um die entzündungshemmenden Eigenschaften von Hanföl für die Gelenke gezielt zu nutzen, bieten sich hochwertige Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform an – vor allem in Kombination mit anderen sinnvollen Pflanzen wie Weihrauch und Curcuma. Der Vorteil: Bei Kapseln mit Hanföl profitieren Sie von einer exakten Dosierung bei gleichbleibender Qualität.

 

Zur äußerlichen Anwendung: Sie tragen Hanföl auf die Hautstellen auf, die Sie pflegen oder behandeln wollen – fertig.