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SONNE UND SONNENSCHUTZ

Junge Frau im Sonnenlicht blickt in die Kamera

Sonnenbaden – aber richtig!

Die Sonne ist der Lebensquell unseres Planeten, und doch können ihre Strahlen auch negative Effekte haben. Deshalb ist es wichtig, sich dem Sonnenlicht mit Bedacht auszusetzen. Hier finden Sie eine Vielzahl von hilfreichen Informationen, Tipps und Hinweisen rund um UV-Strahlung, Sonnenbaden und Vitalstoffe zum Schutz Ihrer Haut. 

Sonnenschutz für Haut und Haare

Die Sonne hat auch Schattenseiten

Das Licht der Sonne

Das Sonnenlicht hat viele positive Auswirkungen auf unseren Organismus. Es vitalisiert, es stärkt unser Immunsystem, fördert die Durchblutung der Haut und sorgt für gute Laune. Außerdem helfen die Strahlen der Sonne unserem Körper bei der Bildung von Vitamin D, das für den Aufbau und Erhalt des Knochengerüstes sowie für die Zähne und weitere Körperfunktionen sehr wichtig ist.

 

Doch die Sonnenstrahlen können auch Schäden verursachen, deshalb ist es nötig, achtsam damit umzugehen. Das Sonnenlicht besteht aus elektromagnetischen Strahlen unterschiedlicher Wellenlänge. Für das Auge sichtbar ist nur das Licht mit Wellenlängen zwischen 400 und 750 Nanometern (nm). Die wärmespendenden elektromagnetischen Wellen, deren Wellenlänge über diesem Bereich liegt, bezeichnet man als Infrarotstrahlung.

 

Die Bedeutung der UV-Strahlen

Etwa 6 Prozent der auf die Erde auftreffenden Sonnenstrahlen sind UV-Strahlen (UV = ultraviolett), die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Je kürzer die Wellenlänge der UV-Strahlen, desto energiereicher ist die Strahlung und desto höher ist ihre biologische Wirksamkeit. Die UV-C-Strahlen sind die kurzwelligsten (100– 280 nm) und damit energiereichsten. Sie werden jedoch größtenteils von der Ozonschicht in der Atmosphäre abgefangen. Als Folge der Vergrößerung des Ozonlochs dringen aber immer mehr UV-C-Strahlen zu uns durch.

 

UV-C-Strahlen können Zellschädigungen bewirken und bergen ein hohes Hautkrebsrisiko. UV-B-Strahlen (280–315 nm) passieren die Atmosphäre nahezu ungefiltert und sind für Sonnenbrände und Schädigungen des Erbguts der Haut verantwortlich. Die etwas längerwellige UV-A-Strahlung (315 –400 nm) wird dagegen gar nicht von der Ozonschicht abgefangen. Sie ist zwar nicht so gefährlich wie die kurzwellige UV-C- und UV-B-Strahlung, sie führt aber bei längerfristiger Exposition ebenfalls zu Hautkrebs. Sonnenwind und Weltraumwetter.

 

Wissen schützt vor Sonnenbrand

Die UV-Strahlung der Sonne wird mit dem UV-Index gemessen. Dieser Index ist ein Maß für den Tageshöchstwert an sonnenbrandwirksamer UV-Strahlung bei wolkenlosem Himmel. Je höher der UV-Index, desto höher das Sonnenbrandrisiko. Damit gibt der UV-Index auch Auskunft darüber, innerhalb welcher Zeit ein bestimmter Hauttyp einen Sonnenbrand bekommt.

Besondere Vorsicht ist auf den so genannten Sonnenterrassen geboten (Kopf, Stirn, Nase, Ohren, Nacken, Schultern, Hände, Knie, Po, Füße), denn dort trifft die meiste Sonnenstrahlung auf und dort besteht auch die größte Sonnenbrandgefahr.

 

Erkennen Sie Ihren Hauttyp

Der persönliche Sonnenschutzfaktor – die Haut eines jeden Menschen verfügt über eine bestimmte Eigenschutzzeit, bevor sie mit einem Sonnenbrand reagiert. Wie groß diese Zeitspanne ist, hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Der angegebene Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels, multipliziert mit der Eigenschutzzeit – das ergibt die Zeit, die man ungefährdet in der Sonne verbringen kann.

 

Hauttyp I

Eigenschutzzeit der Haut: fünf bis zehn Minuten
Sehr helle Haut
Wird nicht braun
Bekommt ungeschützt nach kürzester Zeit sofort einen Sonnenbrand
Extrem sonnenempfindliche Haut
Sommersprossen
Helle Augen
Rotblondes Haar

 

Hauttyp II

Eigenschutzzeit der Haut: zehn bis zwanzig Minuten
Helle Haut
Langsame Bräunung
Bekommt oft einen Sonnenbrand
Oft Sommersprossen
Sonnenempfindliche Haut
Helle Augen
Helles Haar

 

Hauttyp III

Eigenschutzzeit der Haut: zwanzig bis dreißig Minuten
Mittelhelle Haut
Einfache und langsame Bräunung
Bekommt manchmal einen Sonnenbrand
Helle oder dunkle Augen
Braunes Haar

 

Hauttyp IV

Eigenschutzzeit der Haut: dreißig bis fünfundvierzig Minuten
Bräunliche, wenig sonnenempfindliche Haut
Schnelle und tiefe Bräune
Bekommt selten einen Sonnenbrand
Dunkle Augen
Dunkles oder schwarzes Haar

 

Hauttyp V

Eigenschutzzeit der Haut: fünfundvierzig bis sechzig Minuten
Dunkle, wenig sonnenempfindliche Haut
Bekommt selten einen Sonnenbrand
Dunkle Augen
Schwarzes Haar

Hauttyp VI

Eigenschutzzeit der Haut: sechzig bis neunzig Minuten
Schwarze, wenig sonnenempfindliche Haut
Bekommt sehr selten einen Sonnenbrand
Schwarze Augen
Schwarzes Haar

 

Wann strahlt die Sonne am intensivsten?

Die Intensität, mit der die Sonnenstrahlen auf der Erdoberfläche auftreffen, ist nicht immer gleich und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Sommer ist sie zum Beispiel stärker als im Winter, weil die Sonne höher am Himmel steht. Aufgrund der Wölbung der Erdoberfläche ist der Weg der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre mittags kürzer als morgens oder abends. Je länger der Weg der Sonnenstrahlen, desto mehr der schädlichen UV-Strahlung wird von der Atmosphäre abgefangen. Das ist auch der Grund dafür, dass die Strahlung in Äquatornähe am stärksten ist.

 

Bei klarem Himmel oder leichter Bewölkung gelangt intensivere Strahlung zur Erdoberfläche als bei dichter Wolkendecke. In großer Höhe, wie im Flugzeug oder in den Bergen, ist die Strahlungsintensität ebenfalls erhöht. Hingegen ist am Toten Meer – dem tiefsten Punkt der Erde – die Strahlungsbelastung am geringsten. Verstärkt wird die Strahlung auch dann, wenn sie von Wasser, Sand oder Schnee reflektiert wird. Schnee reflektiert bis zu 100 Prozent der Sonnenstrahlung, Sand etwa 80 Prozent und bewegtes Wasser immerhin noch 50 Prozent der einfallenden UV-Strahlen. Durch ein helles T-Shirt dringen 10 bis 20 Prozent der UV-Strahlung, durch ein feuchtes Kleidungsstück sogar 50 Prozent.

 

Die Sonne aus der Röhre

In keinem anderen Land Europas nutzt man die künstliche Sonne häufiger als in Deutschland: Fast 16 Millionen Deutsche bräunen sich auf rund 90.000 Geräten in den Sonnenstudios. Die Deutsche Krebshilfe warnt jedoch, dass jeder Solariumbesuch das Hautkrebsrisiko erhöht.

 

Dass man sich mit dem „Vorbräunen“ im Sonnenstudio vor einem Sonnenbrand am Strand schützen könne, ist ein Irrglaube, da die Sonnenbänke eine andere Mischung von UV-Licht abgeben als die Sonne. Das hat zur Folge, dass sich beim Bräunen auf der Sonnenbank keine Lichtschwiele in der Haut bildet. Die so genannte Lichtschwiele ist eine Verdickung der Hornschicht der Oberhaut, die tiefere Hautschichten vor UV-Schäden schützt. Die Lichtschwiele entsteht jedoch nur durch UV-B-Strahlen, die beim Solarium zumeist fehlen. Solariumgebräunt hat man somit nahezu dasselbe Sonnenbrand- und Hautkrebsrisiko wie ein bleicher Sonnenanbeter.

 

Sonnenstudio zur Stimmungsaufhellung?

Die künstliche Sonne aus dem Solarium hat keinen therapeutischen Effekt bei Winterdepressionen. Denn stimmungsaufhellende Wirkung hat Licht nur, wenn es über die Augen eintritt. Und auf der Sonnenbank muss man unbedingt die Augen geschlossen halten, denn die UV-Strahlung kann im Auge schwerwiegende Schäden anrichten.

 

In den Sonnenstudios wird das UV-Licht künstlich mit speziellen Leuchten erzeugt. Mithilfe von Filtern legt man dabei das Verhältnis von UV-A- zu UV-B-Strahlen fest. In der Regel werden überwiegend UV-A-Strahlen zur Bräunung eingesetzt, um Sonnenbrände zu vermeiden. Um einen lang anhaltenden Bräunungseffekt zu erzielen, bestrahlen die Sonnenbänke die Haut mit sehr intensiver UV-A-Strahlung. Das macht zwar schnell braun, ist aber auch besonders schädlich für die Haut.

 

Selbstbräuner statt Sonnenbank

Wenn Sie etwas gegen die Winterblässe unternehmen wollen, sind Selbstbräunungscremes eine empfehlenswerte Alternative zur Sonnenbank. Mittlerweile sind diese Produkte schon so ausgereift, dass man nach ihrer Benutzung längst nicht mehr „kürbisfarben“ oder wie ein Streifenhörnchen aussieht. Der neue Trend aus Amerika heißt „Airbrush-Bräunung“. Stars wie Jennifer Lopez, Christina Aguilera und Jennifer Aniston lassen sich so gesundheitsverträglich im Kosmetikstudio „einfärben“.

 

Tipps fürs Sonnenstudio

Seit Juni 2003 gibt es ein Prüfsiegel für Solarien des Bundesamtes für Strahlenschutz. Achten Sie darauf, nur Sonnenstudios zu nutzen, die über dieses Prüfsiegel verfügen. Beachten Sie bitte außerdem:

 

• Richten Sie die Dauer einer Bräunung im Solarium nach Ihrem Hauttyp aus. Personen mit Hauttyp I sollten Bräunungsgeräte nicht benutzen.
• Verwenden Sie beim Besuch im Sonnenstudio keine Parfüms, Deodorants und andere Kosmetika. Auch auf Sonnenschutzmittel sollten Sie auf der Sonnenbank verzichten.
• Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Bräunungsgeräte überhaupt nicht benutzen, da Hautschädigungen in diesem Alter besonders kritisch sind und das Hautkrebsrisiko erhöhen.
• Bei entsprechenden Allergien und Hautkrankheiten sollten Sie den Besuch eines Sonnenstuios überdenken.
• Halten Sie sich an die empfohlenen Anfangs- und Höchstbestrahlungszeiten, wie sie auf den Geräten angeführt sein müssen und tragen Sie die Schutzbrillen, die bereitliegen sollten.

 

Tipps fürs Sonnenbad

Die folgenden Tipps richten sich an Menschen die ein echtes Sonnenbad jenseits entsprechender Studios nehmen:

 

• Suchen Sie möglichst den Schatten auf. Man bräunt auch im Schatten, weil Wolken oder Sonnenschirme nur einen kleinen Teil der Strahlung abhalten. 
• Schützen Sie Ihre Haut mit einem hohen und vor allem typgerechten Lichtschutzfaktor.
• Bereiten Sie Ihren Körper etwa vier Wochen vor Sommerbeginn durch eine verbesserte Vitalstoff-Versorgung auf die Belastungen durch die UV-Strahlung vor. Dazu zählen vor allem Calcium und Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C , Coenzym Q10 und Lycopin. 
• Überschreiten Sie nicht die Anzahl von 50 Sonnenbädern pro Jahr.
• Meiden Sie die Sonne auf jeden Fall zwischen 11 und 15 Uhr. In dieser Zeit ist die UV-Strahlung am intensivsten.
• Wenn Sie Medikamente einnehmen, achte Sie möglichst auf lichtsensibilisierende Nebenwirkungen der Präparate.
• Achten Sie auf einen wasserfesten Sonnenschutz beim Baden, denn auch einen Meter unterhalb der Wasseroberfläche beträgt die Intensität der UV-B-Strahlen fast noch 50 Prozent.
• Schützen Sie Ihre Augen mit einer Sonnenbrille. Hochwertige Sonnenbrillen tragen seit 1995 das CE-Zeichen am Gestell. Wichtig zum Schutz der Augen ist ebenfalls eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien. Hier spielt neben den klassischen Antioxidanzien Vitamin C und E vor allem das Carotinoid Lutein eine wichtige Rolle.
• Tragen Sie dieSonnencreme mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad (im Schatten) auf, damit die Filter ihre Schutzfunktion voll entfalten können. 
• Verzichten Sie beim Sonnenbaden auf Make-up, Parfüm und Deodorant. Diese Produkte können bleibende Pigmentflecken verursachen.

 

Kinder und Sonne

Die Haut von Kindern ist besonders empfindlich, sie kann sich nur fünf bis zehn Minuten lang selbst vor Sonne schützen. Erst die Haut eines Dreizehnjährigen entspricht der eines Erwachsenen. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen konnten belegen, dass ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der Sonnenbrände in der Kindheit und dem Auftreten eines bösartigen Melanoms besteht. Um die Kleinen vor den schädlichen Einflüssen der Sonne zu schützen, verlangen sie unsere besondere Aufmerksamkeit. Babys bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollten Sie gar nicht der Sonne aussetzen. Älteren Kindern sollte immer ausreichend Sonnencreme aufgetragen werden, der Lichtschutzfaktor sollte hoch sein (mindestens 15 bis 20) und am besten mineralische Mikropigmente enthalten. Auf jeden Fall sollte darauf geachtet werden, dass das Sonnenschutzmittel wasserfest ist, denn 50 % der Sonnenstrahlung trifft auch unter Wasser auf die Haut. Die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr sollten die Kinder auf jeden Fall im Schatten verbringen, und die höchstmögliche Aufenthaltszeit in der Sonne sollte keinesfalls überschritten werden.

Den besten Schutz für Kleinkinder gewähren physikalische Lichtschutzmittel: Mütze, Nackentuch, Hemdchen, Hose und oben geschlossene Schuhe. Eltern müssen hier Verantwortung übernehmen und die Zeit, die die Familie am Strand verbringt, zugunsten der Gesundheit ihrer Kinder verringern.

 

Sonne und Augen

Ohne Sonnenbrille dringen UV-Strahlen ungehindert in das Auge. Dabei können Bindehautentzündungen, Netzhautschädigungen und Hornhauttrübungen die Augen schwer schädigen. Sonnenstrahlen können so einen grauen Star, also eine Trübung der Augenlinse, und weitere Augenerkrankungen verursachen. Schützen Sie daher Ihre Augen mit einer Sonnenbrille mit einem wirksamen UV-Filter und mit sinnvoll zusammengesetzten Vitalstoff-Kombinationen, die auf die Bedürfnisse der Augen abgestimmt sind. Besonders das Carotinoid Lutein hat sich als wirksamer Augenschutz erwiesen.

Sonne, Hitze und Kreislauf

Sonnenhitze kann bei Menschen mit niedrigem Blutdruck schnell zu Kreislaufproblemen führen. Bei direkter Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf kann es zu einem Sonnenstich oder einem Hitzschlag kommen. Die Überhitzung des Kopfes reizt die Hirnhaut, die anschwillt und so den Hirndruck erhöht, was zu starken Kopfschmerzen führt. Im schlimmsten Fall kann der Betroffene unter Bewusstseinsstörungen leiden oder ins Koma fallen. Gehen Sie bitte rechtzeitig in den Schatten und achten Sie darauf, sehr viel zu trinken (wenn Sie sich ständig in der Sonne aufhalten, mindestens drei bis fünf Liter am Tag).

 

Gebräunte Haut als Sonnenschutz?

Die Hautbräunung ist der wichtigste Schutzmechanismus gegen die UV-Strahlen. Dabei legt sich nämlich der Farbstoff Melanin schützend wie ein Sonnenschirm vor die gefährdeten Zellkerne der Zellen der Oberhautschicht. Zudem beginnt die Hornhautschicht, sich zu verdicken und die so genannte Lichtschwiele zu bilden. Das Braunwerden ist also ein Zeichen eines funktionierenden Abwehrmechanismus gegen die Strahlung. Doch der Lichtschutzfaktor, der durch Bräunung erreicht werden kann, wird oft überschätzt. Er entspricht dem Faktor 5 eines Sonnenschutzmittels. Sobald eine Hautrötung auftritt, ist die Haut geschädigt. Warum? Wenn die Haut die UV-Strahlung absorbiert bzw. aufnimmt, wird Energie frei. Diese Energie kann vor allem die DNA, die Erbsubstanz im Zellkern der Hautzellen, schädigen. Das geschieht teilweise direkt durch die Strahlung – wie bei einem Sonnenbrand –, teilweise aber auch durch die Freien Radikale, die bei der Strahleneinwirkung gebildet werden.

 

Neben einem umsichtigen Umgang mit Sonnenstrahlen können so genannte Radikalfänger, auch Antioxidanzien genannt, zur Vorbeugung dienen. Zahlreiche Vitalstoffe neutralisieren die Freien Radikale. Zum Schutz der Haut eignet sich besonders ein Multivitalstoff-Präparat, dessen Zusammensetzung genau auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmt ist. Es sollte in jedem Fall Coenzym Q10, Lycopin, Vitamin C und Vitamin E sowie Calcium enthalten. Ist auch Gamma-Linolensäure dabei (aus Borretschöl oder Nachtkerzenöl), profitiert die Haut am meisten.

 

Vorzeitige Hautalterung

Die meisten Falten, vor allem tiefe, sind auf Lichtschädigungen zurückzuführen. Hautärzte sehen die hauptsächliche Ursache für Falten und Furchen in übermäßiger UV-Belastung durch die Sonne. Klinisch wird diese Hautschädigung „aktinische Elastose“ genannt. Ihre Symptome sind:Verdickung der Haut durch eine vermehrte Zellneubildung und eine Störung bei der Ausformung der Zelle,Lockerung zwischen den elastischen Hautfasern und Abbau des hauteigenen Kollagens. Die Folge: Die Haut wird schlaff und neigt zu Falten, scheckiger Pigmentierung, Altersflecken und erweiterten Blutgefäßen.

 

Im Gegensatz zur natürlichen Hautalterung, die weitgehend nicht aufzuhalten ist, ist vorzeitige Hautalterung aber durchaus vermeidbar. Der Sonnenschutz ist eine der wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen dagegen. Auch ein Übermaß an Alkohol und Nikotin führt dauerhaft zu der so genannten „Lederhaut“ und sollte deshalb gemieden werden. Daneben spiegeln sich eine insgesamt gesunde Lebensweise und eine gute Vitalstoff-Versorgung ganz besonders im Hautbild wider. Wer möglichst lang jung aussehen will, sollte sich bei der Haut für eine vornehme Blässe entscheiden oder zu Selbstbräunungscremes greifen, die mittlerweile kaum noch einen Unterschied zu echter Bräune erkennen lassen.

 

Die Gefahren des Sonnenbrandes

Der Sonnenbrand ist die häufigste Sonnenschädigung, die für jeden auch sofort sichtbar und spürbar ist. Allerdings schickt die Haut erst dann Alarmsignale, wenn es bereits zu spät ist. Macht sich die Haut nach 4–6 Stunden durch Kribbeln und Schmerzen bemerkbar, ist der Sonnenbrand bereits nicht mehr zu vermeiden.

Man unterscheidet beim Sonnenbrand drei Schweregrade:

Grad 1: Rötungen und Schwellungen der Haut.
Grad 2: Die Oberhaut löst sich ab. Es entstehen jedoch keine Narben.
Grad 3: Schwere Schädigung der Haut. Nach der Heilung bleiben Narben. Vermeide unbedingt einen Sonnenbrand, denn er kann zu Hautkrebs führen!

 

Wenns passiert ist – was tun bei Sonnenbrand?

Auf keinen Fall sollte ein Sonnenbrand unterschätzt werden. Bilden sich sogar Blasen auf der Haut und hat der Betroffene Fieber, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Bei leichtem Sonnenbrand können auch Hausmittel helfen: feuchte, kühlende Umschläge, zum Beispiel mit Joghurt. Verursacht der Sonnenbrand starkes Jucken oder Brennen, lässt er sich auch mit entzündungshemmenden Kortisonlotionen oder einem Antihistaminikum behandeln. Gele wirken im Vergleich zu Salben zusätzlich kühlend. Bei leichtem Sonnenbrand sind aber die beschriebenen Hausmittel vorzuziehen. After-Sun-Produkte helfen bei Sonnenbrand nicht – im Gegenteil: Durch ihren Alkoholgehalt reizen sie die Haut zusätzlich.

 

Was sind Sonnenallergien?

Leider bedeutet das Thema „Ferien, Sonne, Strand und Meer“ für einige Menschen auch quälenden Juckreiz, Bläschen und z.T. höllische Schmerzen. Diese Menschen leiden an einer Sonnenallergie. Einige Stunden bis wenige Tage nach Sonnenbestrahlung kommt es bei ihnen auf der Haut zu verschiedenen Veränderungen wie Rötungen, Knötchen, Bläschen, Pusteln und polsterartigen Verdickungen, die oft mit Brennen und starkem Juckreiz verbunden sind. Ursache der Reaktionen ist eine Überempfindlichkeit gegenüber der UV-Strahlung des Sonnenlichts, besonders gegenüber der UV-A-Strahlung, die auch hinter Glas (z.B. im Auto) vorhanden ist.

Sonnenallergien lassen sich unterteilen in:

1. Polymorphe Lichtdermatose: An dieser am häufigsten durch Sonne ausgelösten Lichtkrankheit leiden meist hellhäutige Menschen im Frühjahr und Sommer und an Hautpartien, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind (Ausschnitt, Schultern, Nacken). Es bilden sich Quaddeln, juckende Flecken oder Bläschen, die meist nach ein bis drei Wochen Sonnengewöhnung wieder verschwinden. In dem Fall sollte ein Sonnenschutzmittel mit hohem UV-A-Schutz verwendet werden.

2. Mallorca-Akne: Bei dieser Sonderform handelt es sich um eine Unverträglichkeitsreaktion zwischen natürlichem oder künstlichem UV-Licht, Inhaltsstoffen von Sonnenschutzmitteln und anderen Kosmetika. Die Mallorca-Akne tritt zumeist nur während des Sommerurlaubs in südlichen Ländern auf, kann aber auch durch Solariumbesuche oder unter heimischer Sonne ausgelöst werden. Auf Dekolletee, Hals, Nacken, Schultern, Oberarmen und auf dem Rücken entstehen kleine akneartige Knötchen und rote, verhornte Papeln. Vor allem Emulgatoren, – Zusätze, die wässrige und fette Inhaltsstoffe zu einer streichfähigen Creme verbinden – macht man für die Hautreaktionen verantwortlich. Letztlich sind jedoch noch nicht alle auslösenden Faktoren bekannt. Betroffene sollten Sonnengels mit hohem UV-A-Schutz verwenden, die keine Emulgatoren enthalten. Mit calciumhaltigen Multivitalstoff-Präparaten lässt sich der Mallorca-Akne ebenfalls vorbeugen.
Tipp: Die Aussage „hypoallergen“ auf Kosmetika besagt nur, dass die Inhaltsstoffe auf ihr eigenes Allergiepotenzial getestet wurden. Das bedeutet nicht, dass sie nicht auch eine Sonnenallergie auslösen könnten. Entscheidender sind daher Aussagen wie „emulgatorfrei“, „fettfrei“ oder „Gel“.

3. Photoallergische Reaktionen: Hierunter versteht man Allergien und Hautverfärbungen, die durch Reaktionen von bestimmten Stoffen mit Sonnenlicht ausgelöst werden. Diese Stoffe können Arzneimittel (z.B. Antibiotika, entzündungshemmende Medikamente, Entwässerungsmittel), Pflanzen (Sellerie, Petersilie, Zitrusfrüchte, Saft des Feigenbaums, Bärenklau) sowie Parfüms sein. Im Unterschied zur Mallorca-Akne treten die Reaktionen regelhaft auf, das heißt, immer dann, wenn der Allergiker gleichzeitig mit diesen allergenen Stoffen und Sonnenlicht in Berührung kommt. Wenn Du dauerhaft Arzneimittel einnimmst, bespreche bitte mit Deinem Arzt, ob diese Medikamente solche Reaktionen auslösen können. Bei bekannten Allergien auf die chemischen Filter der Lichtschutzpräparate empfiehlt es sich, Sonnenschutzmittel mit ausschließlich mineralischen Filtern (Titandioxid oder Zinkoxid) zu verwenden, die auch unter der Bezeichnung Mikropigmente bekannt sind.

 

Vitalstoffe und Sonnenschutz

Coenzym Q10 ist ein Antioxidans, das die schädlichen Freien Radikale neutralisiert und so die empfindlichen Zellstrukturen vor Schädigungen schützt. Besonders in der Haut ist diese Funktion von Coenzym Q10 sehr wichtig, da es dort als einer der ersten Stoffe Freie Radikale neutralisiert, denn es ist in den Zellwänden angesiedelt und schützt die empfindlichen Fettsäuren der Zellmembran. Es ist dort gewissermaßen die „Schutzpolizei“ der Körperzellen. Besonders durch die UV-Strahlung der Sonne werden viele Freie Radikale in der Haut gebildet, was eine gute Versorgung mit Coenzym Q10 sehr sinnvoll macht. Eine weitere Hauptrolle von Coenzym Q10 ist seine Beteiligung an der Energiegewinnung des Körpers, denn nur mit Coenzym Q10 können die Zellen genug Energie produzieren, um alle Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.

 

Vitamin C ist eines der vielseitigsten Vitamine und schützt auch die Haut bei zusätzlicher Belastung. Vitamin C ist ein sehr effektiver Radikalfänger, seine Fähigkeiten gehen aber noch weit darüber hinaus, denn Vitamin C stärkt das gesamte Abwehrsystem, weil es viele wichtige Vitamine vor der Zerstörung durch Freie Radikale schützt. Die Vitamine A, E, B1, B2, Folsäure, Pantothensäure und Biotin stehen unter dem Schutz von Vitamin C.

 

Lycopin hilft unserem Körper besonders effektiv, schädliche Freie Radikale zu neutralisieren. Die besondere Molekülstruktur von Lycopin macht es zum besten Radikalfänger, den die Natur zu bieten hat. Der Mensch ist darauf angewiesen, diese Substanz aus der Nahrung aufzunehmen. Im Gegensatz zu anderen Carotinoiden, die in fast allen Gemüse- und Obstsorten vorkommen, ist Lycopin in nennenswerten Mengen fast ausschließlich in Tomaten enthalten.

 

Vitamin E ist ebenfalls ein wichtiges Antioxidans, das durch Sonnenstrahlung in der Haut entstandene Freie Radikale abfängt, bevor sie Schaden anrichten können. Vitamin E schützt und stabilisiert die Zellwände. Besonders in Kombination mit Coenzym Q10 bietet Vitamin E einen natürlichen Schutz gegen aggressive Sauerstoffradikale.

 

Calcium ist bei starker Sonnenstrahlung ebenfalls empfehlenswert, denn durch starkes Schwitzen verliert der Körper viel Calcium. Calcium bietet auch Schutz vor „Mallorca-Akne“, da es die Freisetzung von Histamin vermindert – einem Botenstoff, der allergische Reaktionen auslöst. Eine mögliche allergische Reaktion kann so eventuell gemindert werden.

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