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Hier erfährst Du, welche welche Vitalstoffe die Haut widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung machen können.

Die Sonne und ihre Schattenseiten

Nach dem langen Winter sehnen wir uns nun nach den ersten Sonnenstrahlen. Die Sonne ist eine wahre Wohltat für unseren Körper und unsere Seele. Doch die Sonne schenkt uns nicht nur wohlig wärmende Sonnenstrahlen – sie hat auch ihre Schattenseiten. Wir haben Ihnen einige Informationen rund um die Sonne zusammengestellt und hoffen, wir können Dir helfen, Dich optimal auf den Sommer vorzubereiten – damit Du die Sonne unbeschadet genießen kannst.

 

Die Sonne

Die Sonne – im Universum ist sie nur einer von Milliarden Himmelskörpern. Für die Erde aber ist sie der Ursprung und die Voraussetzung allen Lebens. Der Mensch erkannte recht früh in seiner Geschichte die Bedeutung der Sonne. In vielen Kulturen führte das dazu, dass sie als Gottheit verehrt wurde. Der tägliche Lauf der Sonne war für die alten Ägypter der Gott Re, der in seiner Sonnenbarke über den Himmel gleitet. Der Sonnenglaube beeinflusste auch die Bauweise der Pyramiden. Der Pharao Cheops ließ die berühmte Cheopspyramide so errichten, dass der Sonnengott ihn nach seinem Tod auf den Stufen der Pyramide hinauf in den Himmel begleiten konnte.

 

Die Sonne ist etwa 100mal größer als die Erde und ca. 150 Millionen km von unserem Planeten entfernt. Wollte man diese Strecke mit einem Flugzeug zurücklegen, wäre man mindestens 22 Jahre unterwegs. In der Distanz zwischen Erde und Sonne liegt auch das Geheimnis für das Leben auf unserem Planeten. Die Erde befindet sich in der idealen Distanz zum zentralen Stern unseres Sonnensystems - wäre sie näher an der Sonne, würde die intensive UV-Strahlung jegliches Leben unmöglich machen. Wäre unsere Heimat dagegen weiter weg, wären die Temperaturen zu niedrig, um Leben zu ermöglichen.

 

Das Licht der Sonne

Das Sonnenlicht hat viele positive Auswirkungen auf unseren Organismus. Es vitalisiert, es stärkt unser Immunsystem, fördert die Durchblutung der Haut und sorgt für gute Laune. Außerdem helfen die Strahlen der Sonne unserem Körper bei der Bildung von Vitamin D, das für den Aufbau und Erhalt des Knochengerüstes sowie für die Zähne und weitere Körperfunktionen sehr wichtig ist. Doch die Sonnenstrahlen können auch Schäden verursachen, deshalb ist es nötig, achtsam damit umzugehen. Das Sonnenlicht besteht aus elektromagnetischen Strahlen unterschiedlicher Wellenlänge. Für das Auge sichtbar ist nur das Licht mit Wellenlängen zwischen 400 und 750 Nanometern (nm). Die wärmespendenden elektromagnetischen Wellen, deren Wellenlänge über diesem Bereich liegt, bezeichnet man als Infrarotstrahlung.

 

Etwa 6 % der auf die Erde auftreffenden Sonnenstrahlen sind UV-Strahlen (UV = ultraviolett), die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Je kürzer die Wellenlänge der UV-Strahlen, desto energiereicher ist die Strahlung und desto höher ist ihre biologische Wirksamkeit. Die UV-C-Strahlen sind die kurzwelligsten (100– 280 nm) und damit energiereichsten. Sie werden jedoch größtenteils von der Ozonschicht in der Atmosphäre abgefangen. Als Folge der Vergrößerung des Ozonlochs dringen aber immer mehr UV-C-Strahlen zu uns durch. UV-C-Strahlen können Zellschädigungen bewirken und bergen ein hohes Hautkrebsrisiko. UV-B-Strahlen (280–315 nm) passieren die Atmosphäre nahezu ungefiltert und sind für Sonnenbrände und Schädigungen des Erbguts der Haut verantwortlich. Die etwas längerwellige UV-A-Strahlung (315 –400 nm) wird dagegen gar nicht von der Ozonschicht abgefangen. Sie ist zwar nicht so gefährlich wie die kurzwellige UV-C- und UV-B-Strahlung, sie führt aber bei längerfristiger Exposition ebenfalls zu Hautkrebs. Sonnenwind und Weltraumwetter.

 

Die Sonne ist im Grunde eine große Gaskugel. Sie besteht hauptsächlich aus dem leichtesten Element des Kosmos: dem Wasserstoff. Daraus bezieht sie auch ihre ungeheure Energie: aus der Verschmelzung, der Kernfusion, von Wasserstoff zu Helium.

 

Diese an der Sonnenoberfläche frei werdende Energie lässt einen einzigen Quadratmeter der Sonnenoberfläche heller leuchten als eine Million Glühbirnen. Doch nicht nur Licht und Wärme, sondern auch Materie schickt uns die Sonne – die so genannten Sonnenwinde. Sie bestehen vor allem aus Protonen und Elektronen, also geladenen atomaren Teilchen, die für uns nicht sichtbar sind. Ob diese Winde Auswirkungen auf die Natur oder den Menschen haben, ist noch umstritten. Sicher ist jedoch, dass sie Einfluss auf das Magnetfeld der Erde nehmen und zuweilen die Funktions-tüchtigkeit technischer Systeme beeinflussen. Elektronik, Raumfahrt, Luftfahrt, Telekommunikation, Stromversorgung, Gas- und Ölindustrie und auch der Bahnverkehr sind durch das so genannte „Weltraumwetter“ schon gründlich durcheinander gebracht worden.

 

Am 13. März 1989 traf ein besonders starker Sonnensturm den Norden Kanadas und verschob in dieser Region das Magnetfeld der Erde. Dadurch erhöhte sich die Spannung in den langen elektrischen Versorgungsleitungen und sorgte für einen unerwartet hohen Stromfluss. Die Folge: Die automatischen Sicherungssysteme schalteten das Stromnetz ab und 6 Millionen Kanadier waren für 9 Stunden ohne Strom. Inzwischen sind die Sicherungssysteme der Energieunternehmen besser gegen die Sonnenstürme gerüstet.

 

Wissen schützt vor Sonnenbrand

Die UV-Strahlung der Sonne wird mit dem UV-Index gemessen. Dieser Index ist ein Maß für den Tageshöchstwert an sonnenbrandwirksamer UV-Strahlung bei wolkenlosem Himmel. Je höher der UV-Index, desto höher das Sonnenbrandrisiko. Damit gibt der UV-Index auch Auskunft darüber, innerhalb welcher Zeit ein bestimmter Hauttyp einen Sonnenbrand bekommt.

 

Besondere Vorsicht ist auf den so genannten Sonnenterrassen geboten (Kopf, Stirn, Nase, Ohren, Nacken, Schultern, Hände, Knie, Po, Füße), denn dort trifft die meiste Sonnenstrahlung auf und dort besteht auch die größte Sonnenbrandgefahr.

 

Nicht nur die Sonne strahlt ultraviolett

UV-Strahlung stammt aber nicht immer von der Sonne ab. Auch Schweißgeräte, Schneidbrenner, Halogenleuchten, Bildschirme und natürlich Solarien geben UV-Strahlen ab. Die UV-Strahlung dieser Quellen bietet an sich keinen Grund zur Beunruhigung, wenn man ihnen nicht berufsbedingt, wie etwa als Schweißer, dauerhaft ausgesetzt ist. Die Arbeit am Bildschirm ist in dieser Hinsicht nicht schädlich. Die Menge an UV-A-Strahlen, die ein Computerbildschirm abgibt, ist noch geringer als die, die an einem Wintertag durch ein Fenster dringt. Die gefährlichen UV-B- und UV-C-Strahlen kommen praktisch nicht vor. Braun wird man dabei allerdings auch nicht: Dafür ist die Menge an UV-A-Strahlen, die der Bildschirm abgibt, viel zu gering.

 

Erkenne Deinen Hauttyp

Der persönliche Sonnenschutzfaktor – die Haut eines jeden Menschen verfügt über eine bestimmte Eigenschutzzeit, bevor sie mit einem Sonnenbrand reagiert. Wie groß diese Zeitspanne ist, hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Der angegebene Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels, multipliziert mit der Eigenschutzzeit – das ergibt die Zeit, die man ungefährdet in der Sonne verbringen kann.

 

Hauttyp I

Eigenschutzzeit der Haut: fünf bis zehn Minuten
Sehr helle Haut
Wird nicht braun
Bekommt ungeschützt nach kürzester Zeit sofort einen Sonnenbrand
Extrem sonnenempfindliche Haut
Sommersprossen
Helle Augen
Rotblondes Haar

 

Hauttyp II

Eigenschutzzeit der Haut: zehn bis zwanzig Minuten
Helle Haut
Langsame Bräunung
Bekommt oft einen Sonnenbrand
Oft Sommersprossen
Sonnenempfindliche Haut
Helle Augen
Helles Haar

 

Hauttyp III

Eigenschutzzeit der Haut: zwanzig bis dreißig Minuten
Mittelhelle Haut
Einfache und langsame Bräunung
Bekommt manchmal einen Sonnenbrand
Helle oder dunkle Augen
Braunes Haar

 

Hauttyp IV

Eigenschutzzeit der Haut: dreißig bis fünfundvierzig Minuten
Bräunliche, wenig sonnenempfindliche Haut
Schnelle und tiefe Bräune
Bekommt selten einen Sonnenbrand
Dunkle Augen
Dunkles oder schwarzes Haar

 

Hauttyp V

Eigenschutzzeit der Haut: fünfundvierzig bis sechzig Minuten
Dunkle, wenig sonnenempfindliche Haut
Bekommt selten einen Sonnenbrand
Dunkle Augen
Schwarzes Haar

 

Hauttyp VI

Eigenschutzzeit der Haut: sechzig bis neunzig Minuten
Schwarze, wenig sonnenempfindliche Haut
Bekommt sehr selten einen Sonnenbrand
Schwarze Augen
Schwarzes Haar

 

Wann strahlt die Sonne am intensivsten?

Die Intensität, mit der die Sonnenstrahlen auf der Erdoberfläche auftreffen, ist nicht immer gleich und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Sommer ist sie zum Beispiel stärker als im Winter, weil die Sonne höher am Himmel steht. Aufgrund der Wölbung der Erdoberfläche ist der Weg der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre mittags kürzer als morgens oder abends. Je länger der Weg der Sonnenstrahlen, desto mehr der schädlichen UV-Strahlung wird von der Atmosphäre abgefangen. Das ist auch der Grund dafür, dass die Strahlung in Äquatornähe am stärksten ist.

 

Bei klarem Himmel oder leichter Bewölkung gelangt intensivere Strahlung zur Erdoberfläche als bei dichter Wolkendecke. In großer Höhe, wie im Flugzeug oder in den Bergen, ist die Strahlungsintensität ebenfalls erhöht. Hingegen ist am Toten Meer – dem tiefsten Punkt der Erde – die Strahlungsbelastung am geringsten. Verstärkt wird die Strahlung auch dann, wenn sie von Wasser, Sand oder Schnee reflektiert wird. Schnee reflektiert bis zu 100 Prozent der Sonnenstrahlung, Sand etwa 80 Prozent und bewegtes Wasser immerhin noch 50 Prozent der einfallenden UV-Strahlen. Durch ein helles T-Shirt dringen 10 bis 20 Prozent der UV-Strahlung, durch ein feuchtes Kleidungsstück sogar 50 Prozent.

 

Die Sonne aus der Röhre

In keinem anderen Land Europas nutzt man die künstliche Sonne häufiger als in Deutschland: Fast 16 Millionen Deutsche bräunen sich auf rund 90.000 Geräten in den Sonnenstudios. Die Deutsche Krebshilfe warnt jedoch, dass jeder Solariumbesuch das Hautkrebsrisiko erhöht.

 

Dass man sich mit dem „Vorbräunen“ im Sonnenstudio vor einem Sonnenbrand am Strand schützen könne, ist ein Irrglaube, da die Sonnenbänke eine andere Mischung von UV-Licht abgeben als die Sonne. Das hat zur Folge, dass sich beim Bräunen auf der Sonnenbank keine Lichtschwiele in der Haut bildet. Die so genannte Lichtschwiele ist eine Verdickung der Hornschicht der Oberhaut, die tiefere Hautschichten vor UV-Schäden schützt. Die Lichtschwiele entsteht jedoch nur durch UV-B-Strahlen, die beim Solarium zumeist fehlen. Solariumgebräunt hat man somit nahezu dasselbe Sonnenbrand- und Hautkrebsrisiko wie ein bleicher Sonnenanbeter. Die künstliche Sonne aus dem Solarium hat auch keinen therapeutischen Effekt bei Winterdepressionen.

 

Denn stimmungsaufhellende Wirkung hat Licht nur, wenn es über die Augen eintritt. Und auf der Sonnenbank muss man unbedingt die Augen geschlossen halten, denn die UV-Strahlung kann im Auge schwerwiegende Schäden anrichten. Nur Tages- oder Sonnenlicht, das ins Auge dringt, drosselt die Melatoninbildung und hebt die Stimmung. In den Sonnenstudios wird das UV-Licht künstlich mit speziellen Leuchten erzeugt. Mithilfe von Filtern legt man dabei das Verhältnis von UV-A- zu UV-B-Strahlen fest. In der Regel werden überwiegend UV-A-Strahlen zur Bräunung eingesetzt, um Sonnenbrände zu vermeiden. Um einen lang anhaltenden Bräunungseffekt zu erzielen, bestrahlen die Sonnenbänke die Haut mit sehr intensiver UV-A-Strahlung. Das macht zwar schnell braun, ist aber auch besonders schädlich für die Haut.

 

Unser Tipp: Solltest Du das Bedürfnis haben, etwas gegen die Winterblässe zu unternehmen, sind Selbstbräunungscremes eine empfehlenswerte Alternative. Mittlerweile sind diese Produkte auch schon so ausgereift, dass man nach ihrer Benutzung längst nicht mehr „kürbisfarben“ oder wie ein Streifenhörnchen aussieht. Der neue Trend aus Amerika heißt „Airbrush-Bräunung“. Stars wie Jennifer Lopez, Christina Aguilera und Jennifer Aniston lassen sich so gesundheitsverträglich im Kosmetikstudio „einfärben“.

 

Wer trotz aller Warnungen nicht vom „künstlichen Grill“ lassen will: Seit Juni 2003 gibt es ein Prüfsiegel für Solarien des Bundesamtes für Strahlenschutz. Man sollte unbedingt darauf achten, nur Sonnenstudios zu nutzen, die über dieses Prüfsiegel verfügen. Darüber hinaus sollte man beim Besuch des Solariums auf jeden Fall folgende Empfehlungen berücksichtigen:

 

Richte Dich bei der Dauer einer Bräunung im Solarium nach dem Hauttyp. Personen mit Hauttyp I sollten Bräunungsgeräte nicht benutzen.
• Vermeide auf jeden Fall einen Sonnenbrand. Das gilt auch schon für schmerzlose Hautrötungen. Gewöhne Dich langsam an die UV-Strahlung. Das verringert das Sonnenbrandrisiko.
• Verwende keine Parfüms, Deodorants und anderen Kosmetika. Auch auf Sonnenschutzmittel solltest Du auf der Sonnenbank verzichten.
• Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Bräunungsgeräte überhaupt nicht benutzen, da Hautschädigungen in diesem Alter besonders kritisch sind und das Hautkrebsrisiko erhöhen.
• Wenn Pigmentstörungen, Allergien oder andere Hautkrankheiten vorliegen, sollten Bräunungsgeräte nicht benutzt werden.
• Trage unbedingt die Schutzbrillen, die immer vorhanden sein müssen.
• Halte Dich an die empfohlenen Anfangs- und Höchstbestrahlungszeiten, wie sie auf den Geräten angeführt sein müssen.
• Wenn Du Medikamente einnimmst, solltest Du vor einer Bestrahlung einen Arzt befragen. Manche Arzneimittel erhöhen die Lichtempfindlichkeit.

 

Tipps fürs Sonnenbad

Die folgenden Tipps können Dir helfen, Dich vor Sonnenbrand oder anderen Sonnenschäden zu schützen:

 

•Suche möglichst den Schatten auf. Du wirst auch im Schatten braun, weil Wolken oder Sonnenschirme nur einen kleinen Teil der Strahlung abhalten. Der größte Teil der Strahlen wirkt indirekt. Deshalb kann man im Schatten sogar einen Sonnenbrand bekommen.
• Schütze Deine Haut mit einem hohen und vor allem typgerechten Lichtschutzfaktor.
• Bereite Deinen Körper etwa vier Wochen vor Sommerbeginn durch eine verbesserte Vitalstoff-Versorgung auf die Belastungen durch die UV-Strahlung vor. Altbekannt ist auch die Empfehlung, in Vorbereitung auf die Sonnenbelastung auf eine ausreichende Calciumversorgung zu achten. Wer wenig Milch und Milchprodukte zu sich nimmt, sollte seine Calciumversorgung durch eine hochwertige Nahrungsergänzung sinnvoll bereichern. Als genauso wichtig hat sich aber auch eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien herausgestellt, denn sie machen Freie Radikale unschädlich, die durch Sonnenlicht in der Haut gebildet werden. Hier spielen vor allem Vitamin E, Vitamin C und Coenzym Q10 eine wichtige Rolle. Aber auch das Lycopin, der rote Tomatenfarbstoff, hat große Bedeutung für den Schutz der Haut vor Schädigung durch UV-Licht und Freie Radikale. Hier hat es sich sogar als effektiver herausgestellt als das Beta-Carotin. Sonnenanbeter, die diese Substanzen nicht ausreichend verzehren, sollten ihre Vitalstoff-Versorgung daher mit einem entsprechenden Multi-Vitalstoff-Präparat verbessern.
• Überschreite nicht die Anzahl von 50 Sonnenbädern pro Jahr.
• Meide die Sonne auf jeden Fall zwischen 11 und 15 Uhr. In dieser Zeit ist die UV-Strahlung am intensivsten.
• Wenn Du Medikamente einnimmst, achte dabei auf lichtsensibilisierende Nebenwirkungen der Präparate.
• Achte auf einen wasserfesten Sonnenschutz beim Baden, denn auch einen Meter unterhalb der Wasseroberfläche beträgt die Intensität der UV-B-Strahlen fast noch 50 Prozent.
• Schütze Deine Augen mit einer Sonnenbrille. Hochwertige Sonnenbrillen tragen seit 1995 das CE-Zeichen am Gestell. Dies garantiert in allen Staaten der EU eine Mindestqualität. Achte beim Kauf also unbedingt auf diese Kennzeichnung. Nur dunkle Gläser reichen nicht aus, denn durch die Verdunkelung weiten sich die Pupillen und es gelangt noch mehr Strahlung ins Auge. Nur Sonnenbrillengläser mit UV-Filter bieten einen wirksamen Schutz. Die Gläser der Sonnenbrille sollten Deine Augen vollständig bedecken. Idealerweise reichen sie bis zu den Augenbrauen und dem seitlichen Gesichtsrand. Zu kleine Gläser lassen von oben und der Seite Streulicht durch und schränken zudem das Blickfeld ein. Eine Alternative dazu sind neuartige Kontaktlinsen mit UV-Schutz. Nähere Auskunft erteilen Optikerfachgeschäfte. Ganz wichtig: Blicke niemals ohne geeigneten Augenschutz direkt in die Sonne. Wichtig zum Schutz der Augen ist ebenfalls eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien. Hier spielt neben den klassischen Antioxidanzien Vitamin C und E vor allem das Carotinoid Lutein eine wichtige Rolle.
• Männer mit lichtem Kopfhaar und Modebewusste, die Frisuren mit streng gezogenem Scheitel tragen, sollten eine Schirmmütze aufziehen.
• Trage Deine Sonnencreme mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad (im Schatten) auf, damit die Filter ihre Schutzfunktion voll entfalten können. Wichtig: Nachcremen bedeutet nicht, dass Du doppelten Sonnenschutz hast und länger in der Sonne bleiben können. Die Höhe des Lichtschutzfaktors gibt an, um wie viel länger man mit einem Sonnenschutzmittel im Vergleich zu ungeschützter Haut in der Sonne bleiben kann, ehe eine Rötung der Haut entsteht. Mit Faktor 20 kannst Du entsprechend Deinem Hauttyp also 20-mal länger in der Sonne bleiben als ohne Schutzfaktor. Danach ist der Schutz beendet – da hilft auch kein Nachcremen.
• Trage Kopfbedeckung. Hüte oder Schirmmützen schützen die empfindliche Kopfhaut und den Kopf vor Überhitzung.
• Verwende, wenn Du unter Sonnenallergien leiden, nur Sonnenschutzgels ohne Emulgatoren und Konservierungsstoffe.
• Verzichte beim Sonnenbaden auf Make-up, Parfüm und Deodorant. Diese Produkte können bleibende Pigmentflecken verursachen.

 

Kinder und Sonne

Die Haut von Kindern ist besonders empfindlich, sie kann sich nur fünf bis zehn Minuten lang selbst vor Sonne schützen. Erst die Haut eines Dreizehnjährigen entspricht der eines Erwachsenen. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen konnten belegen, dass ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der Sonnenbrände in der Kindheit und dem Auftreten eines bösartigen Melanoms besteht. Um die Kleinen vor den schädlichen Einflüssen der Sonne zu schützen, verlangen sie unsere besondere Aufmerksamkeit. Babys bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollten gar nicht der Sonne ausgesetzt werden. Älteren Kindern sollte immer ausreichend Sonnencreme aufgetragen werden, der Lichtschutzfaktor sollte hoch sein (mindestens 15 bis 20) und am besten mineralische Mikropigmente enthalten. Auf jeden Fall sollte darauf geachtet werden, dass das Sonnenschutzmittel wasserfest ist, denn 50 % der Sonnenstrahlung trifft auch unter Wasser auf die Haut. Die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr sollten die Kinder auf jeden Fall im Schatten verbringen, und die höchstmögliche Aufenthaltszeit in der Sonne sollte keinesfalls überschritten werden.

 

Den besten Schutz für Kleinkinder gewähren physikalische Lichtschutzmittel: Mütze, Nackentuch, Hemdchen, Hose und oben geschlossene Schuhe. Eltern müssen hier Verantwortung übernehmen und die Zeit, die die Familie am Strand verbringt, zugunsten der Gesundheit ihrer Kinder verringern.

 

Sonne und Augen

Ohne Sonnenbrille dringen UV-Strahlen ungehindert in das Auge. Dabei können Bindehautentzündungen, Netzhautschädigungen und Hornhauttrübungen die Augen schwer schädigen. Sonnenstrahlen können so einen grauen Star, also eine Trübung der Augenlinse, und weitere Augenerkrankungen verursachen. Schütze daher Deine Augen mit einer Sonnenbrille mit einem wirksamen UV-Filter und mit sinnvoll zusammengesetzten Vitalstoff-Kombinationen, die auf die Bedürfnisse der Augen abgestimmt sind. Besonders das Carotinoid Lutein hat sich als wirksamer Augenschutz erwiesen.

 

Sonne, Hitze und Kreislauf

Sonnenhitze kann bei Menschen mit niedrigem Blutdruck schnell zu Kreislaufproblemen führen. Bei direkter Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf kann es zu einem Sonnenstich oder einem Hitzschlag kommen. Die Überhitzung des Kopfes reizt die Hirnhaut, die anschwillt und so den Hirndruck erhöht, was zu starken Kopfschmerzen führt. Im schlimmsten Fall kann der Betroffene unter Bewusstseinsstörungen leiden oder ins Koma fallen. Gehe bitte rechtzeitig in den Schatten und ganz wichtig: Trinke viel (wenn Du Dich ständig in der Sonne aufhalten, mindestens 3 bis 5 Liter am Tag).

 

In die Sonne oder lieber nicht?

Auf der einen Seite: Was Du über Hautschäden durch Sonne gelesen und gehört haben, stimmt. Nicht umsonst ist „Bräune“ für Hautärzte gleichbedeutend mit „Hautschäden“. Auf der anderen Seite: Sommer, Sonne und Urlaubsfreuden kannst Du auch weiterhin genießen. Aber: bewusst, in Maßen und mit dem richtigen Sonnenschutz, denn die Intensität der UV-Strahlung nimmt von Jahr zu Jahr zu.

 

Auch wenn sich die Haut oberflächlich schnell erholt – in ihren Unterschichten hat sich die Belastung tief eingebrannt. Deutlich erkennbar ist das an den Sonnenterrassen, den Körperteilen, die am häufigsten unbedeckt der Sonne ausgesetzt sind. Dort wird die Haut schneller dünn und kann bei besonders hoher UV-Belastung später sogar das Aussehen von zerknittertem Seidenpapier annehmen. Schuld daran sind die langwelligen UV-A-Strahlen, die 95 Prozent der hautgefährdenden UV-Strahlen ausmachen. Sie gelangen in die Unterhaut und schädigen dort die Kollagen- und Elastinfasern. Die Folge: Die Haut altert schneller, und auch bei jungen Menschen entstehen erste Fältchen.

 

Der Anteil der kurzwelligeren UV-B-Strahlen kann bei exzessivem Sonnengenuss langfristig nicht nur den unangenehmen Sonnenbrand verursachen, sondern auch die Zellstruktur in der Oberhaut verändern. Bei jeder intensiven Bestrahlung wird das Erbgut der Hautzellen geschädigt. Normalerweise repariert unser Organismus diese Schäden problemlos. Wenn jedoch zu viele Schäden gleichzeitig entstehen, kommt der körpereigene Reparaturmechanismus nicht mehr nach. So können Zell- und Gewebeveränderungen entstehen, die sich im schlimmsten Fall zu Hautkrebs entwickeln können. Das soll natürlich nicht heißen, dass jeder Sonnenbrand automatisch Hautkrebs verursacht. Erst die über Jahre zunehmende Summe der Strahlenbelastungen durch unvernünftiges Sonnenbaden kann dahin führen. Um die Sonne gefahrlos genießen zu können, ist es daher wichtig, die Haut langsam an die intensiven Sonnenstrahlen zu gewöhnen und sie ausreichend zu schützen.

 

Der Körper wehrt sich mit „eigenen“ Mitteln gegen die Sonnenstrahlen. Die Hautbräunung ist der wichtigste Schutzmechanismus gegen die UV-Strahlen. Der Farbstoff Melanin legt sich dabei schützend wie ein Sonnenschirm vor die gefährdeten Zellkerne der Zellen der Oberhautschicht. Zudem beginnt die Hornhautschicht, sich zu verdicken und die so genannte Lichtschwiele zu bilden. Das Braunwerden ist also ein Zeichen eines funktionierenden Abwehrmechanismus gegen die Strahlung. Doch der Lichtschutzfaktor, der durch Bräunung erreicht werden kann, wird oft überschätzt. Er entspricht dem Faktor 5 eines Sonnenschutzmittels. Sobald eine Hautrötung auftritt, ist die Haut geschädigt. Warum? Wenn die Haut die UV-Strahlung absorbiert bzw. aufnimmt, wird Energie frei. Diese Energie kann vor allem die DNA, die Erbsubstanz im Zellkern der Hautzellen, schädigen. Das geschieht teilweise direkt durch die Strahlung – wie bei einem Sonnenbrand –, teilweise aber auch durch die Freien Radikale, die bei der Strahleneinwirkung gebildet werden.

 

Neben einem umsichtigen Umgang mit Sonnenstrahlen können so genannte Radikalfänger, auch Antioxidanzien genannt, zur Vorbeugung dienen. Zahlreiche Vitalstoffe neutralisieren die Freien Radikale. Zum Schutz der Haut eignet sich besonders ein Multivitalstoff-Präparat, dessen Zusammensetzung genau auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmt ist. Es sollte in jedem Fall Coenzym Q10, Lycopin, Vitamin C und Vitamin E sowie Calcium enthalten. Ist auch Gamma-Linolensäure dabei (aus Borretschöl oder Nachtkerzenöl), profitiert die Haut am meisten.

 

Wo uns die Sonne Gutes tut

• KnochenDie Sonne bzw. die UV-Strahlung regt die Bildung von Vitamin D in der Haut an, das die Calciumaufnahme in den Körper ermöglicht, somit die Freisetzung von Calcium aus den Knochen verhindert und auf diese Weise vor Osteoporose schützt.
• Immunsystem Mäßige Sonnenstrahlung stärkt das Immunsystem und senkt die Infektanfälligkeit, hohe Dosen bewirken jedoch das Gegenteil.
• Haut Sonnenlicht kann bei manchen Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte zu einer Verbesserung beitragen. In einigen Fällen trifft das auch bei Akne zu.
• Psyche Sonnenlicht verringert die Ausschüttung von Melatonin und regt die Produktion von Serotonin und Endorphinen an. Das wirkt aufhellend auf die Stimmung.
• Sexualität Die Sonnenstrahlen wirken sich positiv auf die Bildung von Glücks- und Sexualhormonen aus. „Frühlingsgefühle“ sind die Folge.

 

Sommer, Sonne und der Schweiß

Manche mögen es als lästig empfinden, aber schwitzen ist ein ganz normaler und lebenswichtiger Vorgang. An jedem Tag verdunstet der Körper mindestens einen halben Liter Schweiß, bei großer Hitze sogar mehrere Liter. Durch Schwitzen wird die Haut regelmäßig angefeuchtet, damit sie nicht spröde und rissig wird. Zum anderen reguliert der Schweiß die Körpertemperatur. Die Feuchtigkeit verdunstet auf der Haut, dadurch entsteht ein Kühleffekt. Dieser Effekt ist besonders an heißen Tagen und bei großer körperlicher Anstrengung lebenswichtig. Schwitzen ist gesund – auszutrocknen dagegen ist sehr gefährlich. Allein schon mengenmäßig ist Wasser unser wichtigstes Lebensmittel, immerhin benötigen wir täglich mindestens 1,5 Liter Trinkflüssigkeit. Wasser ist auch der Hauptbestandteil des menschlichen Körpers. Am wasserreichsten sind das Gehirn, die Leber, die Muskelzellen und die Haut. Trinken wir zu wenig – gerade im Sommer, wenn wir über den Schweiß vermehrt Flüssigkeit verlieren –, fügen wir unserem Körper großen Schaden zu. Denke bitte daran: Trinke bei Hitze täglich mindestens 2 bis 3 Liter, bei ständigem Aufenthalt in der Sonne sogar bis 5 Litern – so führst Du dem Körper die verlorene Flüssigkeit wieder zu.

 

Vorzeitige Hautalterung

Die meisten Falten, vor allem tiefe, sind auf Lichtschädigungen zurückzuführen. Hautärzte sehen die hauptsächliche Ursache für Falten und Furchen in übermäßiger UV-Belastung durch die Sonne. Klinisch wird diese Hautschädigung „aktinische Elastose“ genannt. Ihre Symptome sind:Verdickung der Haut durch eine vermehrte Zellneubildung und eine Störung bei der Ausformung der Zelle,Lockerung zwischen den elastischen Hautfasern und Abbau des hauteigenen Kollagens. Die Folge: Die Haut wird schlaff und neigt zu Falten, scheckiger Pigmentierung, Altersflecken und erweiterten Blutgefäßen.

 

Im Gegensatz zur natürlichen Hautalterung, die weitgehend nicht aufzuhalten ist, ist vorzeitige Hautalterung aber durchaus vermeidbar. Der Sonnenschutz ist eine der wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen dagegen. Auch ein Übermaß an Alkohol und Nikotin führt dauerhaft zu der so genannten „Lederhaut“ und sollte deshalb gemieden werden. Daneben spiegeln sich eine insgesamt gesunde Lebensweise und eine gute Vitalstoff-Versorgung ganz besonders im Hautbild wider. Wer möglichst lang jung aussehen will, sollte sich bei der Haut für eine vornehme Blässe entscheiden oder zu Selbstbräunungscremes greifen, die mittlerweile kaum noch einen Unterschied zu echter Bräune erkennen lassen.

 

Die Gefahren des Sonnenbrandes

Der Sonnenbrand ist die häufigste Sonnenschädigung, die für jeden auch sofort sichtbar und spürbar ist. Allerdings schickt die Haut erst dann Alarmsignale, wenn es bereits zu spät ist. Macht sich die Haut nach 4–6 Stunden durch Kribbeln und Schmerzen bemerkbar, ist der Sonnenbrand bereits nicht mehr zu vermeiden.

 

Man unterscheidet beim Sonnenbrand drei Schweregrade:

Grad 1: Rötungen und Schwellungen der Haut.
Grad 2: Die Oberhaut löst sich ab. Es entstehen jedoch keine Narben.
Grad 3: Schwere Schädigung der Haut. Nach der Heilung bleiben Narben. Vermeide unbedingt einen Sonnenbrand, denn er kann zu Hautkrebs führen!

 

Wenns passiert ist – was tun bei Sonnenbrand?

Auf keinen Fall sollte ein Sonnenbrand unterschätzt werden. Bilden sich sogar Blasen auf der Haut und hat der Betroffene Fieber, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Bei leichtem Sonnenbrand können auch Hausmittel helfen: feuchte, kühlende Umschläge, zum Beispiel mit Joghurt. Verursacht der Sonnenbrand starkes Jucken oder Brennen, kann er auch mit entzündungshemmenden Kortisonlotionen oder einem Antihistaminikum behandelt werden. Gele wirken im Vergleich zu Salben zusätzlich kühlend. Bei leichtem Sonnenbrand sind aber die beschriebenen Hausmittel vorzuziehen. After-Sun-Produkte helfen bei Sonnenbrand nicht – im Gegenteil: Durch ihren Alkoholgehalt reizen sie die Haut zusätzlich.

 

Was sind Sonnenallergien?

Leider bedeutet das Thema „Ferien, Sonne, Strand und Meer“ für einige Menschen eher quälenden Juckreiz, Bläschen und z.T. höllische Schmerzen anstatt herrliche Erfrischung, Wärme und Erholung. Doch was steckt hinter dieser unangenehmen Erscheinung, die allgemein unter dem Begriff der Sonnenallergie bekannt ist? Einige Stunden bis wenige Tage nach Sonnenbestrahlung kommt es auf der Haut zu verschiedenen Veränderungen wie Rötungen, Knötchen, Bläschen, Pusteln und polsterartigen Verdickungen, die oft mit Brennen und starkem Juckreiz verbunden sind. Ursache der Reaktionen ist eine Überempfindlichkeit gegenüber der UV-Strahlung des Sonnenlichts, besonders gegenüber der UV-A-Strahlung, die auch hinter Glas (z.B. im Auto) vorhanden ist.
1. Polymorphe Lichtdermatose: An dieser am häufigsten durch Sonne ausgelösten Lichtkrankheit leiden meist hellhäutige Menschen im Frühjahr und Sommer und an Hautpartien, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind (Ausschnitt, Schultern, Nacken). Es bilden sich Quaddeln, juckende Flecken oder Bläschen, die meist nach ein bis drei Wochen Sonnengewöhnung wieder verschwinden. In dem Fall sollte ein Sonnenschutzmittel mit hohem UV-A-Schutz verwendet werden.
2. Mallorca-Akne: Bei dieser Sonderform handelt es sich um eine Unverträglichkeitsreaktion zwischen natürlichem oder künstlichem UV-Licht, Inhaltsstoffen von Sonnenschutzmitteln und anderen Kosmetika. Die Mallorca-Akne tritt zumeist nur während des Sommerurlaubs in südlichen Ländern auf, kann aber auch durch Solariumbesuche oder unter heimischer Sonne ausgelöst werden. Auf Dekolletee, Hals, Nacken, Schultern, Oberarmen und auf dem Rücken entstehen kleine akneartige Knötchen und rote, verhornte Papeln. Vor allem Emulgatoren, – Zusätze, die wässrige und fette Inhaltsstoffe zu einer streichfähigen Creme verbinden – werden für die Hautreaktionen verantwortlich gemacht. Letztlich sind jedoch noch nicht alle auslösenden Faktoren bekannt. Betroffene sollten Sonnengels mit hohem UV-A-Schutz verwenden, die keine Emulgatoren enthalten. Mit calciumhaltigen Multivitalstoff-Präparaten lässt sich der Mallorca-Akne ebenfalls vorbeugen.
Tipp: Die Aussage „hypoallergen“ auf Kosmetika besagt nur, dass die Inhaltsstoffe auf ihr eigenes Allergiepotenzial getestet wurden. Das bedeutet nicht, dass sie nicht auch eine Sonnenallergie auslösen könnten. Entscheidender sind daher Aussagen wie „emulgatorfrei“, „fettfrei“ oder „Gel“.
3. Photoallergische Reaktionen: Hierunter versteht man Allergien und Hautverfärbungen, die durch Reaktionen von bestimmten Stoffen mit Sonnenlicht ausgelöst werden. Diese Stoffe können Arzneimittel (z.B. Antibiotika, entzündungshemmende Medikamente, Entwässerungsmittel), Pflanzen (Sellerie, Petersilie, Zitrusfrüchte, Saft des Feigenbaums, Bärenklau) sowie Parfüms sein. Im Unterschied zur Mallorca-Akne treten die Reaktionen regelhaft auf, das heißt, immer dann, wenn der Allergiker gleichzeitig mit diesen allergenen Stoffen und Sonnenlicht in Berührung kommt. Wenn Du dauerhaft Arzneimittel einnimmst, bespreche bitte mit Deinem Arzt, ob diese Medikamente solche Reaktionen auslösen können. Bei bekannten Allergien auf die chemischen Filter der Lichtschutzpräparate empfiehlt es sich, Sonnenschutzmittel mit ausschließlich mineralischen Filtern (Titandioxid oder Zinkoxid) zu verwenden, die auch Mikropigmente genannt werden.

 

Die Sonne und das Ozonloch

In den 70er Jahren wurde in Australien eine starke Häufung von Hautkrebs in der Bevölkerung festgestellt. Es handelte sich dabei um die beschriebenen Melanome, die deshalb so gefährlich sind, weil sie besonders schnell Metastasen, also Tochtergeschwülste, bilden. Bald darauf wurde klar, auf was die Häufung der Erkrankungen zurückzuführen war: auf ein Loch in der Ozonschicht in der Atmosphäre. Wie wir inzwischen wissen, hat auch bei uns die Strahlungsintensität der Sonne deutlich zugenommen.

 

Ozon ist ein Gas. Es wirkt in der Atmosphäre wie ein Filter gegen die UV- Strahlung der Sonne. Damit die Sonnenstrahlen für uns nicht schädlich sind, brauchen wir das Ozon, das sich wie ein schützender Mantel um die Erde legt. Gleichzeitig ist Ozon in Bodennähe jedoch auch schädlich für unsere Gesundheit. Schuld am Schwinden der Ozonschicht in der Atmosphäre ist unter anderem FCKW, das lange Zeit als Treibgas in Spraydosen, als Kältemittel in Kühlregalen, Kühl- und Gefriergeräten, als Aufschäummittel für Baustoffe, als Lösemittel zu Reinigungszwecken in der Textilreinigung und in der Elektroindustrie verwendet wurde. Ähnliche Substanzen, so genannten Halone, wurden für Feuerlöscher genutzt. Seit 1991 sind FCKW und Halone in Deutschland verboten. Nimmt der Ozongehalt in der Atmosphäre ab, steigt die Intensität der Sonnenstrahlung, die die Erdoberfläche erreicht, drastisch an. Das hat schlimme Folgen für den Menschen und für die Natur. Das erhöhte Auftreten von Hautkrebs ist eine dieser Folgen, da die UV-Strahlung zunimmt.

 

Es liegt was in der Luft: Ozon in Bodennähe

Eine hohe Ozonkonzentration auf der Erdoberfläche wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Sie führt zu Kopfschmerzen und Atemproblemen, schwächt das Immunsystem, erhöht die Bildung schädlicher Freier Radikale und kann Allergien auslösen. Das erdnahe Ozon wird zum größten Teil von Fahrzeugmotoren und Industrieanlagen verursacht. Ozon kommt als Schadstoff jedoch nicht direkt aus einem Auspuff oder einem Schornstein, sondern es bildet sich in der Luft aus so genannten Vorläufersubstanzen. Das sind hauptsächlich Stickstoffoxide und Kohlenwasserstoffe. Unter Einwirkung von UV- bzw. Sonnenlicht wird beispielsweise aus Stickstoffdioxid ein Sauerstoffatom abgetrennt, das umgehend mit einem Sauerstoffmolekül (O2) der Luft reagiert – es entsteht Ozon.

 

Während des Sommers steigen in vielen Städten und Ballungsgebieten die Ozonwerte an. Man spricht vom „Sommersmog“. Sobald bestimmte Werte überschritten werden, treten EU-Richtlinien in Kraft, und es werden zum Beispiel Fahrverbote für Privatautos verhängt.

 

Dass es erst seit einigen Jahren Ozonwarnungen im Radio gibt, bedeutet nicht, dass es früher keine erhöhten Ozonkonzentrationen in Erdnähe gegeben hat. Man hat heutzutage nur erkannt, dass erhöhte Ozonkonzentrationen nicht so harmlos sind, wie man früher annahm. Und es bedeutet, dass wir uns nicht nur vor der erhöhten Intensität der Sonnenstrahlung schützen müssen, sondern auch vor dem Anstieg bodennahen Ozons bei starker Sonneneinstrahlung. Was aber nicht heißen soll, dass jedes Mal, wenn die Sonne scheint, Ozongefahr besteht. Das Gas muss sich über einen längeren Zeitraum sammeln können – und das passiert nur bei relativer Windstille. Gewitter oder Wind lösen die Ozonansammlungen recht schnell wieder auf. Der beste Weg, sich zu schützen, ist es, sein Immunsystem zu stärken. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und eine hochwertige Vitalstoff–Versorgung helfen dabei.

 

Ozon in der Atmosphäre

Der größte Teil des Ozons in der Atmosphäre befindet sich in der so genannten Stratosphäre, sieben bis fünfzig Kilometer über der Erde. In den vergangenen Jahren wurde ein bedenklicher Rückgang erkannt, der vor allem durch Umweltverschmutzung und durch die Erwärmung der Erdatmosphäre verursacht wurde und weiterhin verursacht wird. Von einem „Ozonloch“ wird aber erst dann gesprochen, wenn die Ozonwerte um die Hälfte abgenommen haben. Das ist bisher nur über den beiden Polen der Fall. In der Ozonschicht kommt es zu chemischen Reaktionen mit dem FCKW, wobei Chlor entsteht. Die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung spaltet z.B. die Chlormoleküle in Chloratome auf. Ein Ozonmolekül besteht aus drei Sauerstoffatomen. Wenn ein Chloratom mit einem Ozonmolekül reagiert, entzieht es ihm ein Sauerstoffatom, und aus dem Ozon wird ein Sauerstoffmolekül. Auf diese Weise zerstören Chloratome Ozonmoleküle und die Ozonschicht wird nach und nach abgebaut.

 

Vitamin D –Das Sonnenvitamin

Sonnenstrahlung regt die Vitamin-D-Bildung im menschlichen Körper an. Die Vorstufe von Vitamin D wird von Sonnenlicht zu seiner aktiven Form umgewandelt.

 

Vitamin D reguliert das Gleichgewicht von Calcium und Phosphat im Körper. Deshalb fördert es vor allem die Aufnahme der Knochenbausteine Calcium und Phosphat aus dem Darm ins Blut, es steuert aber auch die Rückgewinnung bzw. die Ausscheidung von Calcium und Phosphat in den Nieren. Vitamin D ermöglicht außerdem den Einbau von Calcium und Phosphat in die Knochen und ist somit auch indirekt für deren Stabilität verantwortlich. Ferner spielt Vitamin D für das Immunsystem eine wichtige Rolle und ist auch an der Entwicklung der Hautzellen mitbeteiligt. Vitamin D-Mangel kann bei Menschen, die sich zu selten in der Sonne aufhalten, auftreten. Auch Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Verdauungsstörungen und Nierenleiden, Schwangere und Vegetarier können einen Mangel an Vitamin D erleiden. Ein langfristiger Vitamin D-Mangel führt unter anderem zu Osteoporose.
Mehr als 10 µg Vitamin D sollte man jedoch nicht zu sich nehmen, da es sonst zu Nebenwirkungen kommen kann. Die gezielte Verabreichung von Vitamin D in Kombination mit Calcium erfolgt bei erhöhtem Risiko für Osteoporose oder bei bereits bestehender Osteoporose.

 

Radikalfänger - Schutz von Innen

Coenzym Q10 ist ein Antioxidans, das die schädlichen Freien Radikale neutralisiert und so die empfindlichen Zellstrukturen vor Schädigungen schützt. Besonders in der Haut ist diese Funktion von Coenzym Q10 sehr wichtig, da es dort als einer der ersten Stoffe Freie Radikale neutralisiert, denn es ist in den Zellwänden angesiedelt und schützt die empfindlichen Fettsäuren der Zellmembran. Es ist dort gewissermaßen die „Schutzpolizei“ der Körperzellen. Besonders durch die UV-Strahlung der Sonne werden viele Freie Radikale in der Haut gebildet, was eine gute Versorgung mit Coenzym Q10 sehr sinnvoll macht. Eine weitere Hauptrolle von Coenzym Q10 ist seine Beteiligung an der Energiegewinnung des Körpers, denn nur mit Coenzym Q10 können die Zellen genug Energie produzieren, um alle Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.

 

Vitamin C ist eines der vielseitigsten Vitamine und schützt auch die Haut bei zusätzlicher Belastung. Vitamin C ist ein sehr effektiver Radikalfänger, seine Fähigkeiten gehen aber noch weit darüber hinaus, denn Vitamin C stärkt das gesamte Abwehrsystem, weil es viele wichtige Vitamine vor der Zerstörung durch Freie Radikale schützt. Die Vitamine A, E, B1, B2, Folsäure, Pantothensäure und Biotin stehen unter dem Schutz von Vitamin C.

 

Lycopin hilft unserem Körper besonders effektiv, schädliche Freie Radikale zu neutralisieren. Die besondere Molekülstruktur von Lycopin macht es zum besten Radikalfänger, den die Natur zu bieten hat. Der Mensch ist darauf angewiesen, diese Substanz aus der Nahrung aufzunehmen. Im Gegensatz zu anderen Carotinoiden, die in fast allen Gemüse- und Obstsorten vorkommen, ist Lycopin in nennenswerten Mengen fast ausschließlich in Tomaten enthalten.

 

Vitamin E ist ebenfalls ein wichtiges Antioxidans, das durch Sonnenstrahlung in der Haut entstandene Freie Radikale abfängt, bevor sie Schaden anrichten können. Vitamin E schützt und stabilisiert die Zellwände. Besonders in Kombination mit Coenzym Q10 bietet Vitamin E einen natürlichen Schutz gegen aggressive Sauerstoffradikale.

 

Calcium ist bei starker Sonnenstrahlung ebenfalls empfehlenswert, denn durch starkes Schwitzen verliert der Körper viel Calcium. Calcium bietet auch Schutz vor „Mallorca-Akne“, da es die Freisetzung von Histamin vermindert – einem Botenstoff, der allergische Reaktionen auslöst. Eine mögliche allergische Reaktion kann so eventuell gemindert werden.