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Artischocke

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Artischocke: Zur Unterstützung der Verdauungsfunktion

Wenn nicht genügend Gallensäuren gebildet werden, stellen sich zahlreiche Beschwerden ein: Man fühlt sich unwohl, leidet unter Appetitlosigkeit und hat oft ein unerklärliches Völlegefühl. Diese Befindlichkeitsstörungen können auf einer unzureichenden Fettverdauung beruhen. Nobilin Galle-Dragee mit Artischocke kann Ihren Gallenfluss ganz natürlich optimieren und die Fettverdauung unterstützen.

Artischocken auf deutschen Äckern

Seit einigen Jahren stehen Artischocken als Arzneimittel in Deutschland hoch im Kurs. Sie regen die Tätigkeit der Galle an und fördern so die Fettverdauung. Außerdem senken die Inhaltsstoffe der Artischocke den Cholesterinspiegel, sie helfen bei Lebererkrankungen und werden begleitend zur Chemotherapie bei Krebserkrankungen eingesetzt.

Das Problem an dem auch überaus wohlschmeckenden Gemüse ist jedoch bisher seine Abwesenheit auf deutschen Äckern. Da es kaum Artischockenanbau in Deutschland gibt und dieser auch ausschließlich auf kulinarische Zwecke ausgerichtet ist, haben es die Hersteller von Arzneimitteln bisher schwer, den Rohstoff für die Herstellung der Medikamente in ausreichenden Mengen zu beschaffen. Das soll sich jetzt ändern. Mit Anbauversuchen will das Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der Artischocke den Weg in die deutsche Landwirtschaft bahnen. Mit der Unterstützung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. will das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Universität Gießen im Auftrag des Ministeriums nun die Voraussetzungen für den Anbau der blättrigen Pflanze prüfen. Dazu führt die Uni Versuchspflanzungen mit verschiedenen Sorten durch. Als Lieferant für die Arznei muss die Artischocke nämlich anderen Anforderungen genügen, als ihre Schwester auf dem Teller. Für ihre spätere Nutzung zum Wohle des Menschen wird das Gemüse "auf Artischockenherz und -nieren" getestet. Hierbei spielen Faktoren wie die Schoßfestigkeit, die Dauer des Rosettenstadiums, die Blattstellung sowie die Blattstruktur und der Blattertrag eine Rolle. Die über Jahre geplanten Feldversuche sollen erforschen, welche Artischockensorten die von der Arzneimittelindustrie gewünschten Erträge und Qualitäten liefern. Der Anbau dieser Sorten auf deutschen Äckern kann sich dann wirklich bezahlt machen - denn nicht nur die Nachfrage ist gesichert. Auch preislich würde die deutsche Arzneiartischocke ihren Schwestern weit überlegen sein.

Balsam für die Galle

Einst „Speise der Könige“ genannt, lässt die Artischocke auch heute noch Gourmetherzen höher schlagen. Die wahrscheinlich leckerste Distel, die es gibt, ist außerdem ein hochwirksames Heilmittel. Sie schützt die Leber, entwässert den Organismus und regt die Galle an.

Die Zubereitung von Artischocken ist recht aufwändig, Lohn der Mühe sind ein vorzüglicher Geschmack und eine weitreichende Heilwirkung. In unseren Gefilden waren Artischocken (Cynara scolymus) lange Zeit unbekannt. Viele Deutsche machten erst auf Reisen in die Mittelmeerländer Bekanntschaft mit dem dort hochgeschätzten Gemüse. Seit der Antike gelten Artischocken als Heilpflanzen. Schon 500 vor Christus war den Ägyptern ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Bei den reichen Römern galten sie als Delikatesse und auch die Araber übernahmen sie in ihren Speiseplan. Im 15. Jahrhundert wurde sie in England bekannt. Die Amerikaner schließlich lernten das gesunde und wohlschmeckende Gemüse erst im 18. Jahrhundert kennen.

Artischocken werden heute vor allem in Italien, Frankreich, Spanien, Israel, Algerien, Marokko und in Griechenland angebaut. Es gibt mehrere verschiedene Sorten, die nach ihren Farben unterschieden werden (hellgrün, grün, violett). Die in Deutschland besonders beliebten großen grünen Artischocken stammen vorwiegend aus der Bretagne (Frankreich). Man isst von dem Gemüse den Boden sowie das Innere der Blätter, die man von außen nach innen einzeln abzupft und mit einem Dipp auslutscht.

In den Artischockenblättern und in den Wurzeln der Pflanze ist ein Bitterstoff enthalten, der Cynarin genannt wird. Cynarin steigert die Produktion von Gallensaft und verbessert so die Fettverdauung. Ein Artischockenschnaps (Cynar) ist als Digestif nach dem Essen in den Mittelmeerländern daher sehr beliebt. Ein Trockenextrakt, der Cynarin in großer Menge enthält und der als Naturheilmittel vor allem gegen Verdauungsbeschwerden verwendet wird, senkt zudem den unter Umständen zu hohen Cholesterinspiegel und schützt die Leber.

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